Maintal. „Ein Mal Hacken spart drei Mal Gießen.” Diese Gärtnerregel war nur einer von vielen wertvollen Hinweisen, die 13 Freiwillige erhielten, die kürzlich im Umweltzentrum Hanau an einer Einführung ins naturnahe Gärtnern teilnahmen. Dabei gab die Diplom-Agraringenieurin und Referentin des Umweltzentrums, Doris Schiftner, viele hilfreiche Tipps – von der Gartenplanung und Grundausstattung, über die Bodenbearbeitung und Bewässerung bis hin zur Pflanzenzucht und Schädlingsbekämpfung.
Obwohl die meisten Freiwilligen keine „Garten-Neulinge“ waren, weil sie zum Beispiel schon seit einiger Zeit als Blühbotschafter*innen unterwegs oder in Gemeinschaftsgärten aktiv sind, freuten sich alle über neue nützliche Hinweise. Insbesondere die Schneckenbekämpfung wurde heiß diskutiert. Aber es wurde auch tatkräftig angepackt: Im Garten des Umweltzentrums säten die Freiwilligen verschiedene Pflanzen in Eierkartons, pikierten Knoblauchsrauke und Nelkenwurz und setzten gemeinsam Brennnessel- und Beinwelljauche zum Düngen an.
„Das Wichtigste bei der Gartenarbeit ist, dass ihr nicht in Ehrfurcht erstarrt, sondern einfach macht“, erklärte Schiftner immer wieder. Sobald man sich darüber im Klaren sei, wie man den Garten nutzen wolle, solle man einfach loslegen und ausprobieren. Sollten schon Pflanzen im Garten stehen, empfiehlt Schiftner die Handy-App „Flora incognita“ zur Bestimmung. Bei der Auswahl geeigneter Pflanzen, kann zudem die App „Natura DB“ unterstützen. Sie liefert Pflanzenporträts, wichtige Hinweise zu Standort und Pflege sowie zu den Bestäubern und der Essbarkeit. Bei der Aussaat gab sie den Hinweis, dass die Saat immer so tief eingesät werden sollte, wie das Korn groß ist.
Insgesamt waren die Teilnehmenden von der besonderen Atmosphäre im Garten des Umweltzentrums angetan – genauso wie von Schiftners anpackender, fröhlicher Art und ihren praktischen Tipps. „Es ist schön zu sehen, wie Freiwillige aus unterschiedlichen Wirkungskreisen zusammenkommen, gemeinsam Neues lernen und sich austauschen. Im Anschluss tragen sie das Gelernte zurück in ihre Gruppen, wo es ihnen den Engagement-Alltag im besten Fall erleichtert“, sagte Katharina Kächelein, Leiterin der Freiwilligenagentur – Maintal Aktiv, die diese Fortbildung im Rahmen ihres Fortbildungsprogramms angeboten hat.
Bereits am Montag, 22. Juni, geht es um 18 Uhr weiter mit einem informativen Spaziergang durch den Gemeinschaftsgarten des Stadtteilzentrums in Bischofsheim, geleitet von Iris Sparwasser vom Landschaftspflegeverband.
Weitere Infos zu den Aktionen und Veranstaltungen der Freiwilligenagentur gibt es unter http://www.maintal.de/freiwilligenagentur, auf instagram.com/maintalaktiv und auf facebook.com/Stadt.Maintal.Aktiv. Monatliche Infos zu allen Aktionen und Veranstaltungen der Freiwilligenagentur können über den Newsletter abonniert werden: maintalmachtmit.de, dazu im Anschluss im eigenen E-Mail-Postfach den Link der Agentur „werdenktwas“ aktivieren.
Die Freiwilligenagentur – Maintal Aktiv ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 06181 400 – 290 oder per E-Mail freiwilligenagentur@maintal.de erreichbar.
Quelle: Stadt Maintal

