Stadt Hanau sucht Menschen, die Kinder und Jugendliche begleiten / Nächste Einführungsschulung am 26. Februar
Kinder und Jugendliche, die ohne elterliche Fürsorge aufwachsen, brauchen Menschen, die sie verlässlich begleiten, ihnen zuhören und in ihrem Sinne Entscheidungen treffen. Die Stadt Hanau setzt hier verstärkt auf ehrenamtliche Einzelvormundschaften, um jungen Menschen Orientierung und Stabilität zu bieten.
Anders als Pflegepersonen nehmen ehrenamtliche Vormünder ihr Mündel nicht in den eigenen Haushalt auf, sondern begleiten es kontinuierlich – bei wichtigen Entscheidungen über Unterbringung, Schule, Gesundheit oder Vermögen – und vertreten es rechtlich in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.
„Wir suchen Menschen, die bereit sind, Zeit zu schenken, Verantwortung zu übernehmen und mit Augenmaß und Einfühlungsvermögen ein Kind oder einen Jugendlichen durch wichtige Lebensjahre zu begleiten“, erklärt Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. „Ehrenamtliche Vormundschaften sind kein einfacher Auftrag – aber einer, der viel Sinn stiftet und tief berührt.“
Die Anforderungen sind entsprechend hoch: Neben Verantwortungsbewusstsein, psychischer Stabilität und wirtschaftlicher Unabhängigkeit sollten potenzielle Vormünder über Offenheit, Durchsetzungskraft und Kommunikationsfähigkeit verfügen. Auch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Institutionen wie Jugendamt und Familiengericht ist wichtig. Eine pädagogische oder juristische Vorbildung ist nicht erforderlich; eine Schulung im Umfang von 20 Stunden ist jedoch verpflichtend.
Die Koordinierungsstelle bietet Schulungen für zukünftige ehrenamtliche Vormünder an. Hier wird Grundlagenwissen insbesondere über die Aufgaben eines Vormunds vermittelt. Die nächste Einführungsschulung findet am Donnerstag, 26. Februar 2026 von 9.30 bis 12.30 Uhr statt. Interessierte können sich bis zum Freitag, 6. Februar, zu einem Aufnahmegespräch anmelden. In einem ersten Informationsgespräch können sie ein Bild davon machen, ob die Aufgabe zu ihnen passt.
„Wir lassen niemanden allein“, betont Petra Dinger, Leiterin des Amts für Soziale Prävention. Die eigens eingerichtete Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Vormundschaften (KeV) begleitet die Vormünder mit Beratung, Schulung und kontinuierlichem Austausch während der gesamten Dauer des Engagements. Zusätzlich erhalten Ehrenamtliche eine Aufwandspauschale von rund 400 Euro jährlich und sind haftpflichtversichert.
„Jedes Kind verdient eine Perspektive – und jemanden, der an seiner Seite steht. Wer sich als ehrenamtlicher Vormund engagiert, gibt nicht nur viel, sondern bekommt auch viel zurück: Dankbarkeit, Vertrauen und die Erfahrung, im Leben eines jungen Menschen einen Unterschied gemacht zu haben“, so Bürgermeister Dr. Bieri abschließend.
Nächste Einführungsschulung: Donnerstag, 26. Februar 2026 von 9.30 bis 12.30 Uhr Anmeldung bis Freitag, 6. Februar.
Koordinierungsstelle ehrenamtlicher Vormundschaften (KeV) im Amt für Soziale Prävention:
Am Markt 14-18 · 63450 Hanau
Pressekontakt: Ute Wolf
Quelle: MKK-Echo

