Fachworkshops bringen Klimaanpassungskonzept für Gelnhausen, Gründau und Linsengericht einen wichtigen Schritt weiter
Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) der Stadt Gelnhausen, der Gemeinde Gründau und der Gemeinde Linsengericht fanden kürzlich im Gemeinschaftshaus Gründau‑Lieblos mehrere Fachworkshops zum interkommunalen Klimaanpassungskonzept statt. Ziel der Veranstaltungen war es, gemeinsam mit fachbezogenen Akteurinnen und Akteuren praxisnahe, sachverständige Einschätzungen zu sammeln und den Entwurf des Maßnahmenkatalogs gezielt weiterzuentwickeln. Rund 50 konkrete Ideen sind das Ergebnis des Workshops.
Insgesamt nahmen rund 45 Personen an den drei Workshops teil. Vertreten waren Fachleute aus der kommunalen Verwaltung, den Stadtwerken, der Feuerwehr, aus Vereinen sowie aus der Land‑ und Forstwirtschaft und weiteren thematisch relevanten Bereichen. Der interdisziplinäre Austausch ermöglichte eine vielseitige Betrachtung der Herausforderungen und Lösungsansätze zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Am ersten Veranstaltungstag fand zunächst der Workshop „Infrastruktur, Daseinsvorsorge und Aufenthaltsqualität” statt. Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Tief‑ und Hochbau sowie dem Stadt‑, Umwelt‑ und Klimamanagement diskutierten unter anderem Maßnahmen zur klimaresilienten Ausgestaltung technischer Infrastrukturen, zur Sicherung der Daseinsvorsorge sowie zur Aufwertung öffentlicher Räume.
Ebenfalls am ersten Tag folgte der Workshop „Wohlbefinden, Sicherheit und Standortqualität”. Teilnehmende aus der kommunalen Verwaltung mit Zuständigkeiten für Kindertagesstätten und Seniorenarbeit, Vertreterinnen und Vertreter von Hilfsorganisationen sowie aus Vereinen beleuchteten insbesondere gesundheitliche Risiken durch Hitze, die Vorsorge bei Extremwetterereignissen sowie die Bedeutung der Klimaanpassung für die Attraktivität der Kommunen als Lebens‑ und Wirtschaftsstandort.
Der dritte Workshop, der am darauffolgenden Tag stattfand, widmete sich dem Thema „Landschaft und Ökosystemleistungen”. Vertreterinnen und Vertreter aus der Land‑ und Forstwirtschaft, dem Naturschutz sowie dem Wasserressourcen- und Gewässermanagement erörterten Maßnahmen zur Stärkung natürlicher Anpassungspotenziale, zur Förderung der Biodiversität und zum nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen.
Im Mittelpunkt aller Workshops stand der Entwurf des Maßnahmenkatalogs und die Hotspots Karten (für Hitze und Überschwemmung), der auch dank der der Betroffenheitsanalyse der Bevölkerung bei der Auftaktveranstaltung erstellt wurde, den die Teilnehmenden systematisch kommentieren konnten – sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf Umsetzbarkeit, kommunale Relevanz und die Priorisierung einzelner Maßnahmen. Ziel dieses fachlichen Austauschs war es, fundierte Rückmeldungen zu erhalten, fehlende Maßnahmen zu identifizieren, bestehende Ansätze zu schärfen und auf dieser Grundlage den Maßnahmenkatalog zu finalisieren. Darauf aufbauend sollen im nächsten Schritt konkrete Maßnahmensteckbriefe erstellt werden,
Die Ergebnisse der Workshops stellen einen wichtigen Meilenstein im Erarbeitungsprozess des interkommunalen Klimaanpassungskonzepts dar und unterstreichen den gemeinsamen Anspruch der drei Kommunen, den Folgen des Klimawandels koordiniert, vorausschauend und praxisnah zu begegnen.
Auch Bürgerinnen und Bürger können weiterhin Ideen und Vorschläge für Klimaanpassungsmaßnahmen einbringen – entweder online über das Beteiligungsportal der interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) (https://tinyurl.com/IKZGGL) oder per E‑Mail an den Projektleiter des Klimaanpassungskonzepts, Rahul Ingle (umwelt@gelnhausen.de).

Quelle: Stadt Gelnhausen

