Im Rahmen ihres Sommerprogramms „Keine Pause in der Sommerpause” unternahm die Hammersbacher SPD-Fraktion vor kurzem einen gemeinsamen Spaziergang durch den Hammersbacher Gemeindewald.
Mit einer Fläche von über 500 Hektar macht der Wald rund ein Viertel der gesamten Gemarkung aus – er zählt damit seit jeher zu den prägenden Themen der Gemeinde und beschäftigt entsprechend regelmäßig auch die politische Arbeit der SPD-Fraktion.
„Ich bin seit 2011 Mitglied der Gemeindevertretung, und in all den Jahren hat sich unsere Fraktion immer wieder intensiv mit dem Thema Wald auseinandergesetzt. Dabei können wir auf die Expertise von Bürgermeister Michael Göllner zurückgreifen, der sich als ausgebildeter Forstingenieur bestens mit der Materie auskennt”, erklärt Miriam Piljic, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten. „Mit solchen Vor-Ort-Terminen wollen wir sicherstellen, dass die Fraktion ihre politischen Entscheidungen nicht am Schreibtisch, sondern auf Grundlage eines fundierten Fachwissens trifft. Gleichzeitig möchten wir komplexe Themen wie die Waldbewirtschaftung für alle Hammersbacherinnen und Hammersbacher greifbarer machen und für Transparenz darüber sorgen, wie die Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen.“
Auf dem rund zweistündigen Rundgang erläuterte Bürgermeister Michael Göllner anschaulich die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen einer modernen Forstwirtschaft. Der Gemeindewald erfülle dabei mehrere gleichrangige Funktionen: Er sei wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen, wichtiger Erholungsort für die Menschen in Hammersbach und zugleich bedeutender Wirtschaftsfaktor – als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffs Holz und als Einnahmequelle für die Gemeinde.
„Diese unterschiedlichen Funktionen dauerhaft miteinander in Einklang zu bringen, ist der Kern einer nachhaltigen Forstwirtschaft”, betonte Göllner. „Wir verstehen Forstwirtschaft seit vielen Jahren als naturgemäßes Wirtschaften – nicht, wie gelegentlich behauptet wird, als Ausbeutung des Waldes. Mit der Natur zu arbeiten, das bedeutet große Verantwortung und ist gerade in Zeiten des Klimawandels eine enorme Herausforderung.”
Ein zentrales Thema wird die Gemeinde dabei in den kommenden Jahren und Jahrzehnten besonders beschäftigen: der notwendige Waldumbau. Ziel sei es, den Wald so weiterzuentwickeln, dass er auch unter veränderten klimatischen Bedingungen seine vielfältigen Funktionen erfüllen könne. Dazu gehöre es, gezielt steuernd einzugreifen, geeignete Baumarten auszuwählen und widerstandsfähige Mischbestände zu fördern.
Schon heute seien die Folgen des Klimawandels deutlich sichtbar: Lange Trockenperioden und extreme Temperaturen setzen den Bäumen erheblich zu. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch Krankheiten wie das Eschentriebsterben oder Schadinsekten wie den Prachtkäfer, die von den veränderten klimatischen Bedingungen profitieren.
Die Mitglieder der SPD-Fraktion nutzten den Rundgang, um sich vor Ort ein eigenes Bild von den Veränderungen im Wald zu machen und sich mit Bürgermeister Göllner über die künftige Entwicklung auszutauschen.
„Der Spaziergang hat uns noch einmal eindrucksvoll vor Augen geführt, wie groß die Aufgabe ist, unseren Gemeindewald für kommende Generationen zu erhalten. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass sich der Wald, wie wir ihn heute kennen, verändern wird – und auch verändern muss, damit er seine wichtigen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Funktionen langfristig erfüllen kann”, fasst Fraktionsvorsitzende Susana Cid Jovic die Eindrücke des gemeinsamen Waldbesuchs zusammen.
Quelle: SPD Hammersbach

