Linsengericht (dh) – Der Politische Aschermittwoch der CDU Linsengericht hat seit dem Jahr 2000 seinen festen Platz im Veranstaltungskalender. Auch in diesem Jahr trafen sich zahlreiche Mitglieder, Freunde und interessierte Bürger im Spessartblick in Großenhausen, um gemeinsam über die aktuellen Themen der Kommunalpolitik zu sprechen. Ein besonderer Dank galt der Familie Wolf, die mit gutem Essen und herzlicher Gastfreundschaft erneut für einen gelungenen Abend sorgte.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Timo Geppert eröffnete den Abend mit einem Rückblick auf die aktuelle politische Lage in Linsengericht. Er betonte, dass der Politische Aschermittwoch traditionell klare Worte zulasse, zugleich aber auch Respekt und Fairness im Umgang miteinander selbstverständlich seien. Positiv hob er die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit beim Nahmobilitätscheck hervor. Hier habe sich gezeigt, dass sachorientierte Politik möglich sei, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.
Mit Blick auf die finanzielle Situation der Gemeinde erinnerte Geppert an die Unsicherheiten zu Beginn des Jahres, als die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen Anlass zur Sorge gab. Die Haushaltslage bleibe angespannt, weshalb verantwortungsvolle Entscheidungen notwendig seien. Die CDU setze dabei auf solide Haushaltung und darauf, finanzielle Spielräume klug zu nutzen.
Kritisch äußerte sich Geppert zu Verzögerungen bei verschiedenen Anträgen der CDU. So sei die Sportlerehrung seit längerer Zeit nicht umgesetzt, ebenso sei das Thema eines inklusiven Spielgeräts noch nicht abschließend behandelt. Gute Ideen dürften nicht unnötig verschleppt werden, so sein Appell.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Diskussion um den Verkauf der Straßenbeleuchtung. Die CDU spricht sich gegen einen Verkauf an die Kreiswerke aus und plädiert dafür, die Aufgabe in eigener Verantwortung zu behalten. Nach Auffassung der Christdemokraten ist dies die wirtschaftlich sinnvollere Lösung für Linsengericht. Dabei verwies Geppert auch auf mögliche Landesmittel und Förderungen, die für Investitionen genutzt werden können.
Im Hinblick auf die anstehende Bürgermeisterwahl stellte Geppert die Position der CDU klar dar. Er warb für einen Wechsel und sprach sich deutlich für den CDU-Kandidaten Markus Betz aus. Gleichzeitig betonte er den Respekt gegenüber allen Mitbewerbern. Die Vielzahl an Kandidaten zeige, dass Demokratie in Linsengericht lebe.
Als Gastredner sprach anschließend der Landtagsabgeordnete Michael Reul. Er informierte über die zusätzliche finanzielle Unterstützung, die Bund und Land den Kommunen zur Verfügung stellen. Reul unterstrich den hohen Stellenwert der kommunalen Familie in Hessen. Städte und Gemeinden seien das Fundament des Landes, und es sei Aufgabe der Landespolitik, sie gerade in schwierigen Zeiten verlässlich zu unterstützen. Linsengericht profitiere ebenfalls von diesen zusätzlichen Mitteln.
Der Abend klang in gemütlicher Runde mit vielen Gesprächen aus. Der Politische Aschermittwoch der CDU Linsengericht zeigte erneut, dass kommunale Politik von Engagement, klaren Positionen und dem direkten Austausch mit den Bürgern lebt.
Quelle: Redaktion MKK Echo

