Pflegedienst Kremer referierte beim CDU-Themenabend in Lanzingen
Rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der CDU Biebergemünd zum dritten und letzten Themenabend ihrer Veranstaltungsreihe im Vorfeld der Kommunalwahl. Im Dorfgemeinschaftshaus Lanzingen stand diesmal das Thema „Pflege und Gesundheit“ im Mittelpunkt. Als fachliche Partner konnte die CDU den Pflegedienst Kremer gewinnen, der künftig auch die Intensivpflegeeinrichtung im neu zu entstehenden Ärztehaus im Ortsteil Bieber betreiben wird.
Begrüßt und durch den Abend geführt wurden die Gäste von Venera Maraj, die für die CDU auf Listenplatz 4 für die Gemeindevertretung kandidiert. Sie betonte in ihrer Einführung die große gesellschaftliche Bedeutung des Themas: „Gesundheit und Pflege gehören zu den zentralen Zukunftsfragen unserer Zeit. Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, frühzeitig gute Strukturen zu schaffen und die Versorgung vor Ort langfristig zu sichern. Umso wertvoller ist der Austausch mit Fachleuten und Betroffenen.“
Im Anschluss gab CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Kunkel einen Überblick über die kommunalpolitischen Entwicklungen im Bereich Gesundheit und Pflege in Biebergemünd. Dabei ging er unter anderem auf die Bedeutung des neuen Ärztehauses im Ortsteil Bieber ein sowie auf die Gespräche, die in den vergangenen Jahren geführt wurden, um die medizinische und pflegerische Versorgung vor Ort weiter zu stärken.
„Die Herausforderungen durch den demografischen Wandel werden auch in unserer Gemeinde immer deutlicher“, erklärte Kunkel. „Deshalb ist es wichtig, dass wir frühzeitig handeln und gemeinsam mit starken Partnern Lösungen entwickeln. Das neue Ärztehaus mit der geplanten Intensivpflege ist dabei ein bedeutender Schritt für die Zukunft unserer Gemeinde.“
Den fachlichen Teil des Abends gestalteten anschließend drei Vertreterinnen des Pflegedienstes Kremer, die aus ihrer täglichen Praxis berichteten und die verschiedenen Versorgungsangebote erläuterten.
Ein Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der außerklinischen Intensivpflege. Dabei handelt es sich um die spezialisierte Versorgung von Menschen mit schweren Erkrankungen und hohem medizinischem Bedarf, die dauerhaft auf intensivmedizinische Versorgung und teilweise auch auf Beatmung angewiesen sind, jedoch nicht im Krankenhaus, sondern in ihrem häuslichen Umfeld betreut werden. Das Einzugsgebiet der außerklinischen Intensivpflege des Pflegedienstes Kremer erstreckt sich über Hessen hinaus an alle angrenzenden Bundesländer.
Besonders großes Interesse fand die Vorstellung der geplanten Intensiv-Wohngemeinschaft im neuen Ärztehaus in Bieber. Dieses Konzept stellt im Main-Kinzig-Kreis ein Alleinstellungsmerkmal dar. Ziel ist es, Menschen trotz schwerer Erkrankung oder eines einschneidenden Schicksalsschlags ein Leben in Gemeinschaft zu ermöglichen. Im Gegensatz zu klassischen Pflegeeinrichtungen bietet dieses Modell mehr Flexibilität und Eigenbestimmung, gleichzeitig aber die Sicherheit einer dauerhaften medizinischen Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal.
Ein weiterer Themenblock des Abends beschäftigte sich mit Pflegebedürftigkeit, Pflegegraden sowie den damit verbundenen Anträgen und Leistungen. Pflegebedürftige Menschen seien laut Definition Personen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen in ihrer Selbstständigkeit oder ihren Fähigkeiten beeinträchtigt seien und Unterstützung benötigen. Dabei werde zwischen körperlichen, kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen unterschieden. Die Referentinnen erklärten zudem den Ablauf der Antragstellung sowie Möglichkeiten zur ersten Orientierung – etwa über einen Pflegegradrechner, den der Pflegedienst auf seiner Internetseite anbietet.
Abgerundet wurde der Abend durch Einblicke in das Konzept der Tagespflege. Diese teilstationäre Betreuungsform findet zwischen 8:00 und 16:00 Uhr statt und kann flexibel von einzelnen Tagen bis zu fünf Tagen pro Woche genutzt werden. Die Tagespflege arbeitet eng mit Angehörigen und ambulanten Pflegediensten zusammen und bietet neben professioneller Betreuung auch soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten. Für viele Familien bedeute dies eine wichtige Entlastung im Alltag.
Die Betreuung umfasst neben verschiedenen Aktivitäten am Vormittag ein gemeinsames Mittagessen mit anschließender Ruhezeit sowie am Nachmittag Kaffee, Kuchen und weitere Beschäftigungsangebote. Für viele Gäste sei dabei besonders interessant gewesen, dass auch eine Abholung von zuhause möglich ist. Die derzeit nächstgelegene Tagespflegeeinrichtung für Biebergemünd befindet sich im Jossgrund. Im Ärztehaus in Bieber entsteht derzeit neben Kremer Intensiv-Wohngemeinschaft ebenfalls die Tagespflege Kremer „Haus Biebergemünd“.
Die Besucherinnen und Besucher nutzten im Anschluss intensiv die Gelegenheit für Fragen und Gespräche. Viele zeigten sich dankbar für die praxisnahen Informationen und den offenen Austausch. Auch die CDU zog ein positives Fazit des Abends. „Die große Resonanz zeigt, wie sehr das Thema Pflege die Menschen bewegt“, sagte Venera Maraj. „Der heutige Abend hat deutlich gemacht, wie wichtig starke Partnerschaften zwischen Kommunalpolitik, Pflegeeinrichtungen und Angehörigen sind.“
Michael Kunkel ergänzte: „Wir nehmen viele wertvolle Impulse aus diesem Austausch mit. Unser Ziel bleibt es, gemeinsam mit engagierten Partnern die pflegerische Versorgung in Biebergemünd weiter zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten.“
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dem Themenabend teilzunehmen. Weitere Informationen zur Arbeit der CDU Biebergemünd finden Interessierte auf deren Webseite unter http://www.cdu-biebergemuend.de, den Sozialen Netzwerken auf FaceBook und Instagram unter @cdu.biebergemuend sowie deren WhatsApp-Kanal.
Quelle: CDU Biebergemünd

