Mit dem Frühjahr beginnt in Feld und Flur eine besonders sensible Zeit für viele Wildtiere: die Brut- und Setzzeit.
Zahlreiche Tierarten – vom Bodenbrüter über Rehkitze bis hin zu Feldhasen – bringen jetzt ihren Nachwuchs zur Welt oder ziehen ihn groß. In dieser Phase sind die Tiere besonders störanfällig und auf unsere Rücksicht angewiesen.
Bitte helft mit, unsere heimische Tierwelt zu schützen:
Hunde anleinen
Viele Wildtiere flüchten nicht sofort, sondern vertrauen auf ihre Tarnung. Freilaufende Hunde können Jungtiere aufstöbern, verletzen oder sogar töten. Auch Hunde, die „nichts tun” oder gut hören, stellen ein Problem dar – Wildtiere können das nicht einschätzen und geraten allein durch die Anwesenheit eines Hundes in Stress oder flüchten panisch.
Auf den Wegen bleiben
Verlasst Wege in Wald, Wiesen und Feldern möglichst nicht. Gerade Bodenbrüter und Jungtiere liegen oft gut getarnt im hohen Gras oder in Feldrändern.
Hecken und Büsche jetzt nicht schneiden
In Hecken und Sträuchern bauen zahlreiche Vogelarten ihre Nester. Schnittarbeiten können Brutplätze zerstören.
Mulchen und intensive Pflegearbeiten verschieben
Mulcharbeiten auf Wiesen, Feldrändern oder Brachen sollten möglichst erst wieder ab Juli stattfinden, wenn die meisten Jungtiere flügge oder mobil sind.
Junge Feldhasen bitte liegen lassen
Junghasen liegen häufig allein im Gras – das ist völlig normal! Die Mutter kommt nur wenige Male am Tag zum Säugen zurück, um keine Fressfeinde anzulocken. Bitte nicht anfassen oder mitnehmen.
Auch Landwirte und Grundstückseigentümer können helfen
Späteres Mähen, das Belassen von Altgrasstreifen und ein angepasster Pflegezeitpunkt bieten vielen Tierarten wichtige Rückzugsräume.
Rücksicht schützt Leben
Mit ein wenig Aufmerksamkeit kann jeder dazu beitragen, dass Rehkitze, Hasen, Vögel und viele andere Wildtiere ihren Nachwuchs erfolgreich großziehen können.
Der Kreisjagdverein bedankt sich bei allen Naturfreunden für ihre Unterstützung und Rücksicht in dieser wichtigen Zeit.


Quelle: Kreisjagdverein

