GELNHAUSEN. Aufatmen in Gelnhausen-Meerholz: Die am Freitag entdeckte Weltkriegsbombe wurde am frühen Nachmittag erfolgreich entschärft. Seit etwa 12:45 Uhr ist die Evakuierungszone offiziell aufgehoben, und rund 600 betroffene Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.
Schwierige Bedingungen im Grundwasser
Bei dem Blindgänger handelte es sich laut Alexander Majunke, dem Leiter des hessischen Kampfmittelräumdienstes, um eine 250 Kilogramm schwere US-amerikanische Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Entschärfung gestaltete sich komplex, da die Bombe in rund vier Metern Tiefe im Grundwasser lag. In den vergangenen Tagen musste erst der Grundwasserpegel abgesenkt werden, um einen entsprechenden Schacht graben zu können.
Reibungsloser Ablauf der Evakuierung
Die Evakuierung des Sicherheitsbereichs mit einem Radius von 500 Metern begann bereits am Freitagmorgen um 08:00 Uhr. Betroffen waren mehrere Straßen im nördlichen Stadtteil. Für Bürger, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, wurde eine Notfallunterkunft in der Sport- und Kulturhalle Meerholz eingerichtet. Bürgermeister Christian Litzinger und Feuerwehr-Pressesprecher Noah Desch koordinierten den Einsatz vor Ort.
Einschränkungen im Bahnverkehr
Während der eigentlichen Entschärfungsarbeiten musste der Bahnverkehr auf der angrenzenden Strecke komplett eingestellt werden. Nachdem der Kampfmittelräumdienst „Entwarnung“ gegeben hatte, konnten die Gleise wieder freigegeben werden.
Die Stadtverwaltung teilte mit, dass der Bereich unmittelbar um die Fundstelle für abschließende Maßnahmen vorerst noch gesperrt bleibt. Es gab während des gesamten Einsatzes keine Zwischenfälle.


Quelle: Redaktion MKK Echo

