Rodenbach, 20. Juni 2026 – Mit dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Bornstraße“ hat die Gemeindevertretung am 10.6. den Schlusspunkt unter ein Verfahren gesetzt, das die politischen Gremien der Gemeinde Rodenbach über Jahre hinweg beschäftigt hat.
Über einen langen Zeitraum hinweg wurde das Areal an der Bornstraße intensiv beraten. Ausgangspunkt war die Frage, wie ein zentral gelegenes Grundstück, das bislang lediglich mit einem einzelnen Wohnhaus bebaut ist, künftig städtebaulich sinnvoll entwickelt werden kann. Dabei bestand von Beginn an fraktionsübergreifend Einigkeit darüber, dass an dieser Stelle keine übermäßige Verdichtung erfolgen soll, sondern eine aufgelockerte und in die Umgebung passende Bebauung
Gerade die SPD hat sich in diesem Verfahren bereits Anfang 2021 aktiv eingebracht. Auf ihre Initiative hin und nach einstimmigem Beschluss der Gemeindevertretung wurden zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten geprüft. Dazu gehörten sowohl die Ansiedlung eines Discounters als auch Formen des seniorengerechten Wohnens. Die Ergebnisse dieser Prüfungen wurden in den zuständigen Ausschüssen vorgestellt und ausführlich beraten. Nach Abwägung aller gutachterlichen Argumente und aus städtebaulichen sowie marktorientierten Gründen werden auf dem ehemaligen Kirchengrundstück nun 4 Doppelhäuser in aufgelockerter Bauweise und mit relativ reduzierter Ausnutzung desGrundstücks entstehen. Ursprünglich geplant waren im ersten Aufstellungsbeschluss 4 freistehende Einfamilienhäuser.
„Unter Gedächtnisverlust schienen allerdings zuletzt wieder einmal die Mitglieder der FDP Fraktion in der Gemeindevertretung zu leiden.“, so Jan Lukas, der Partei- und Fraktionsvorsitzende der Rodenbacher Sozialdemokraten. „Sie versuchten, den Eindruck zu erwecken, über die Bebauung sei plötzlich und ohne Diskussion entschieden worden. Damit verkennen sie also die Faktenlage oder aber sie blenden sie bewusst aus. Schlimmer ist aber noch, dass sie sich an ihre eigenen Zustimmungen zu den Beschlüssen schon nicht mehr erinnern. Aber wen stört schon das Geschwätz der ehemaligen Fraktionsmitglieder? Heute schreiben sie in den sozialen Medien einfach: `FDP war dagegen.` So einfach ist Politik.“
Stefan Brehm, Fraktionskollege von Lukas, ergänzt: „Die Entscheidungen wurden im übrigen auch nicht von der Verwaltung vorgegeben, sondern – wie in einer kommunalen Demokratie vorgesehen – von den politischen Gremien getroffen. Ich kann mir in keinster Weise vorstellen, dass sich die Fraktionen von CDU, Grünen oder unserer SPD irgendwelche politischen Vorgaben seitens der Verwaltung machen lassen würden. Die Vermischung von Verwaltungsarbeit und parlamentarischer Entscheidungsfindung, wie sie zuletzt von der FDP verbal häufiger vorgenommen wurde, ist daher irreführend und demokratieschädlich. Sie zeugt zudem von bemerkenswerter Unkenntnis der tatsächlichen Abläufe.“
Fotos: Jan Lukas und Stefan Brehm

Quelle: Wolfgang Puetz

