Mittwoch, Juni 24, 2026
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Anhaltende Hitze ist Stresstest für den Körper / UKGM Gießen zu Warnzeichen und Erste-Hilfe-Maßnahmen

Welche Warnzeichen sollte man ernst nehmen?

Warnzeichen können Schwindel, Kopfschmerzen, starke Erschöpfung,
Übelkeit, Konzentrationsstörungen oder Kreislaufprobleme sein. Diese
Beschwerden sollten ernst genommen werden, da sie auf eine
Überlastung des Körpers durch die Hitze hinweisen können.

Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sind sinnvoll?

Betroffene sollten möglichst rasch in eine kühle Umgebung gebracht
werden. Hilfreich sind körperliche Schonung, lockere Kleidung sowie
kühlende Maßnahmen wie feuchte Tücher oder kalte Umschläge. Wenn die
betroffene Person ansprechbar ist und problemlos trinken kann, sollte
ausreichend Flüssigkeit zugeführt werden.

Wann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden?

Die meisten hitzebedingten Beschwerden bessern sich durch Kühlung,
Ruhe und ausreichendes Trinken. Halten die Beschwerden an oder
verschlechtern sie sich, sollte eine hausärztliche Abklärung
erfolgen.

Bei Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, Krampfanfällen, Atemnot,
Brustschmerzen oder einem Kreislaufkollaps sollte unverzüglich der
Rettungsdienst über die 112 alarmiert werden.

Wie kann man gesundheitliche Probleme durch Hitze vermeiden?

Viele hitzebedingte Beschwerden lassen sich durch einfache Maßnahmen
verhindern. Wichtig ist, ausreichend zu trinken, körperliche
Anstrengungen möglichst in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen
und direkte Sonneneinstrahlung insbesondere zur Mittagszeit zu
vermeiden. Leichte Kleidung, schattige Aufenthaltsorte und das Kühlen
von Wohnräumen können zusätzlich helfen.

Gerade ältere Menschen verspüren häufig weniger Durst. Angehörige,
Freunde und Nachbarn sollten deshalb besonders auf eine ausreichende
Flüssigkeitszufuhr achten und regelmäßig nach gefährdeten Personen
sehen. Besonders wichtig ist es, auf gefährdete Menschen im eigenen
Umfeld zu achten. Viele hitzebedingte Notfälle betreffen Personen,
die alleine leben und erste Warnzeichen selbst nicht rechtzeitig
bemerken.

Wer ist besonders gefährdet?

Besonders empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren ältere
Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit
Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen. Auch pflegebedürftige oder
anderweitig hilfsbedürftige Menschen sowie Personen, die alleine
leben, sollten während Hitzeperioden besonders im Blick behalten
werden.

Quelle: RHÖN-KLINIKUM

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