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Aktionsnachmittag „Inklusion in Aktion“: Wege, um die Schranken ein Stück weit zu öffnen

Ein Glas Wasser einschenken. Zahnpasta auf die Zahnbürste drücken. Es sind die einfachsten Dinge, die zur Herausforderung werden, wenn das Sehvermögen eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden ist. Auf einige dieser Schranken machte der Aktionsnachmittag „Inklusion in Aktion“ im Familienzentrum der Stadt Nidderau aufmerksam, beispielsweise im Selbstversuch mit Spezialbrillen, die die Sicht teilweise reduzieren oder komplett verhindern.

„Barrieren abbauen – selbstbestimmt leben – informiert sein“ lautete das Motto der Veranstaltung, zu der der Fachbereich Soziales in Kooperation mit den ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten und dem Runden Tisch Inklusion eingeladen hatte.

Es sind Schranken, die nicht komplett abgebaut, aber ein Stück weit geöffnet werden können. „Es gibt viele Dinge, die nicht sichtbar sind für die, die davon nicht betroffen sind“, sagte Bürgermeister Andreas Bär bei seiner Begrüßung. In der Präsentation „Barrieren abbauen“ zeigten Sandra Platano und Felix Moskalenko, beide blind respektive sehbeeinträchtigt, wo es in Nidderau gute und weniger gelungene Beispiele für Menschen mit visuellen Einschränkungen gibt. Streifen und Noppen: Taktile Elemente helfen bei der Orientierung, aber Kanten können auch schnell zu Stolperfallen werden.

Bei der Gestaltung des Marktplatzes Windecken habe man viele Impulse der Behindertenbeauftragten aufgenommen, erläuterte Bär. „Es ist eine Aufgabe der Stadt, Barrieren abzubauen“, ergänzte Erster Stadtrat Rainer Vogel. Dies werde bei Sanierungen ebenso berücksichtigt wie bei Neubauvorhaben.

Die Formel lautet Face-Arm-Speech-Time – kurz FAST: Lähmungssymptome in Gesicht, Arm und bei der Sprache sind die deutlichsten Anzeichen für einen Schlaganfall. Dann ist der Faktor Zeit entscheidend. „Im Ernstfall kommt es auf das Tempo an“, stellte Dr. Mario Abruscato in seinem Fachvortrag „Schlaganfall – Symptome, Diagnose, Therapie“ klar. Der Leitende Oberarzt der Stroke Unit am Klinikum Hanau riet zu guter Ernährung und viel Bewegung, um die dritthäufigste Todesart zu vermeiden, für die Übergewicht, Bluthochdruck und das Rauchen Risikofaktoren sind.

Quelle: Stadt Nidderau

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