Donnerstag, März 26, 2026
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Abenteuerliche Morgenstunden beim 38. Hanauer Fabulierwettbewerb

Siegerehrung des 38. Fabulierwettbewerbs der Hanauer Schulen im Lesecafe des Kulturforums Hanau / Thema des 38. Fabulierwettbewerbs: „Wenn die Nachteulen schlafen gehen – Frühmorgens in Hanau” / 48 Geschichten von 15 Schulen wurden eingereicht

Die Zeit zwischen 4 und 8 Uhr morgens ist im Allgemeinen nicht die Lieblingszeit von Schülerinnen und Schülern. Doch für den 38. Hanauer Fabulierwettbewerb wurden diese Stunden in den ausgezeichneten Geschichten mit Fantasie, Spannung, Witz und Abenteuern gefüllt. Die besten Geschichten wurden im Lesecafe des Kulturforums von Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck ausgezeichnet und von den Nachwuchsautorinnen und -autoren vorgetragen.

„Die Geschichten des 38. Fabulierwettbewerbs sind prallgefüllt mit Ideen und Einfallsreichtum. Sie lassen uns eintauchen in eine Welt, in der vieles passiert, was aber nur von wenigen wahrgenommen wird: Brot wird gebacken, Müll abgeholt, in Krankenhäusern wird gearbeitet, in der Natur passiert vieles und irgendwann gehen dann die ersten Kinder zur Schule und Erwachsene zur Arbeit“, so Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, der bei der Eröffnung anschließend allen Lehrkräften, die Platz für das Schreiben im Lehrplan ermöglicht haben und die Kinder zum Schreiben motivieren und begeistern konnten, dankte. Ein besonderes Lob vergab er der vierköpfigen Jury aus Dr. Eva Molitor, Ulrike Brödner, Marianne Merle und Heinz Armbrüster für ihren Fleiß, die Zeit und Arbeit, alle eingereichten Geschichten zu lesen und zu bewerten.

Insgesamt befasste sich die Jury mit 48 Geschichten, die von Schülerinnen und Schülern aus 15 verschiedenen Hanauer Schulen eingereicht wurden. „Damit haben wir eine kleine, aber feine Steigerung zum vergangenen Jahr, als 41 Geschichten aus elf Schulen eingereicht wurden“, bewertet Bieri die Teilnahme positiv. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich Schülerinnen und Schüler Hanauer Schulen. Der Umfang der Geschichten durfte fünf handgeschriebene oder zwei maschinenschriftliche Seiten nicht überschreiten. Frei war die Wahl der literarischen Form von Gedicht und Märchen bis hin zu Abenteuergeschichte und Satire. Lediglich zwei Vorgaben gab es: Der Text sollte einen Bezug zur Stadt Hanau haben und durfte nicht mit Künstlicher Intelligenz be- oder überarbeitet werden.

Im Lesecafe des Kulturforums wurden die Siegergeschichten vor rund 80 Gästen, Eltern und Lehrkräften prämiert und die Autorinnen und Autoren ausgezeichnet. Die Preise und Urkunden werden von der Stiftung „Fabulierwettbewerb der Stadt Hanau“ gestiftet, die auf eine private Initiative zurückgeht. Für die ersten Plätze gab es jeweils einen Grimmscheck in Höhe von 75 Euro, für die zweiten Plätze von 50 Euro und für die Drittplatzierten 30 Euro.

Eingeleitet und mit Zwischenspielen aufgelockert wurden die Siegerehrung und die Lesungen durch das Schülerinnen-Gitarrenensemble „Saitentänzer“ unter der Leitung von Christian Gutgesell, Dozent der Paul-Hindemith-Musikschule.

Für die gesamte Vorbereitung und Organisation war Susanne Buschbeck, Diplom-Bibliothekarin im Kulturforum, zuständig. Sie hatte im Vorfeld die Schulen angeschrieben, die Jury-Sitzung organisiert und für einen reibungslosen Ablauf dieses umfangreichen Projektes gesorgt.

Den Auftakt der Lesungen machten die beiden Siegergeschichten der Gruppe I, 3. und 4. Schuljahr. In „Ein Goldzahn auf seiner Reise durch Hanau“ von Maximilian Ewig aus der Theodor-Heuss-Schule verliert Bäcker Kolb einen Goldzahn, der ihm in den Brotteig fällt. Dieses Brot wird von einer Kundin gekauft und von ihrem Sohn Rudi durch einen Biss in die Frühstücksstulle gefunden. Rudi lässt aus dem Goldstück im Goldschmiedehaus ein Schmuckstück für seine Mutter anfertigen. Später erkennt Bäcker Kolb den Zahn an des Mutter Kette wieder, freut sich, dass sein Zahn den Weg zurückgefunden hat und spendiert die nächste Tüte mit frischen Backwaren.

Eine kuriose Reise in den Morgenstunden ist auch das Thema der zweiten Siegergeschichte der Gruppe I. Ida Grillmayer von der Erich-Kästner-Schule beschreibt humorvoll und spannend die Abenteuer der Eule Ude. Diese beobachtet einen merkwürdigen Vorgang bei der Bäckerei Schien, verfolgt das Auto quer durch die Stadt bis raus zum Amphitheater und zurück zum Rathaus. Dort erkennt sie, dass der vermeintliche Einbrecher der Oberbürgermeister selbst ist. Der begrüßt sie mit einem freundlichen „Gude Ude“ und erklärt ihr, dass er bei der Bäckerei Brötchen für das gemeinsame Abteilungsfrühstück geholt hatte. Nach ihrem wilden Flug durch Hanau endet die Geschichte für Ude mit einem „Gude Nacht“.

Nicht minder wild und aufregend geht es durch Hanau in der Geschichte „Trautes Heim, Glück allein“ von Niklas Leonhard Anton von der Hohen Landesschule, der in der Gruppe II als Gewinner der Klassen 5 bis 7 hervorging. Bert, ein Wolf aus der Alten Fasanerie nutzt die Gunst der Stunde, um aus seinem Gehege auszubrechen, um die vielen Abenteuer zu erleben, von denen er bis dahin nur hörte. Am Ende seines Ausfluges, der gespickt ist mit Missgeschicken, Pech und Unglück, gewinnt Bert die große Erkenntnis, wie gut es ihm vorher in seinem trauten Heim ging. „Zuhause ist eben dort, wo das Herz es sagt“, fasst er sein Abenteuer zusammen.

Alice Patton holte den ersten Platz in der Gruppe III der 8. bis 10. Klassen. In ihrer fantasievollen Geschichte „Ach herrje, wo ist der Korb?“ erwachen die Statuen des Hanauer Märchenpfades in der Halloween-Nacht zum Leben. Rotkäppchen geht dabei ihr Brotkorb verloren und sie verwandelt sich am Ende der Nacht nicht wieder zurück in eine Statue. Ihre Suche nach dem Korb bringt sie an verschiedene Orte Hanaus, wobei sie den Gestiefelten Kater trifft, der ebenfalls nicht zurückverwandelt wurde. Der Kater hatte ihr den Korb gestohlen, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, da er sie sehr mochte. Mit Hilfe der Hanauerinnen und Hanauer schaffen es die beiden Freunde wieder zurück auf ihre Podeste und verwandeln sich unter dem Jubel aller Beteiligten wieder zurück in Statuen.

„Was für wunderbare Geschichten wir heute hören durften“, freut sich Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck am Ende der Veranstaltung und erinnerte alle Anwesenden daran, wie es schwer es sei, selbst die eigenen Texte vor einem Publikum vorzutragen. „Ihr habt das alle ganz großartig mit viel Elan und Begeisterung gemacht“, lobte sie die Siegerinnen und Sieger abschließend.

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Thomas Nawrath

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Quelle: Stadt Hanau

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