StartBildungs- & SchulberichteSchulneubauten in Hanau: „Wir kommen hervorragend voran"

Schulneubauten in Hanau: „Wir kommen hervorragend voran”

Stadt investiert in moderne Lernräume am Schlossplatz und am Schulzentrum Hessen-Homburg

An den großen Schulbaustellen in Hanau geht es sichtbar voran: Stadtrat und Schuldezernent Andreas Jäger hat sich gemeinsam mit Sibylle Jesgarz, Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM), und ihrem Stellvertreter Michael Mießler über den aktuellen Stand informiert. Besucht wurden die Baustellen für den Neubau der Karl-Rehbein-Schule am Schlossplatz und für die Erweiterung des Schulzentrums Hessen-Homburg.

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie an diesen wichtigen Schulstandorten und teilweise auch mitten in der Stadt, Schritt für Schritt moderne Schulgebäude entstehen. Hanau kann stolz darauf sein, was wir hier für unsere Kinder und Jugendlichen auf den Weg bringen“, sagt Schuldezernent Andreas Jäger. „Die beiden Projekte hier und dazu auch der Neubau an der Lindenschauschule in Großauheim schaffen dringend benötigte Räume und stärken langfristig den Bildungsstandort Hanau.“

Rohbau an der Karl-Rehbein-Schule wächst nach oben und unten

Am Schlossplatz entsteht die neue Dependance II der Karl-Rehbein-Schule, Hessen größtem Gymnasium mit mehr als 1.900 Schülerinnen und Schülern. Nach dem Abbruch des ehemaligen „Haus des Handwerks“ und der archäologischen Untersuchung und Dokumentation historischer Überreste, darunter Teile der mittelalterlichen Stadtmauer, kommen die Rohbauarbeiten durch die Firma „Jöst Bauunternehmen GmbH“ aus Frankfurt gut voran. Der Keller des vorderen Gebäudeteils aus wasserundurchlässigem Beton ist bereits fertig gestellt, im hinteren Gebäudeteil wurde die Bodenplatte betoniert. Wände aus Kalksandsteinmauerwerk und Beton sowie Stahlbetontreppen und -decken sorgen dafür, dass die künftigen Gebäudestrukturen inzwischen gut erkennbar sind. Die Rohbauarbeiten sollen bis Dezember abgeschlossen sein. Anschließend beginnen die Zimmermannsarbeiten und die Dachabdichtungen im Flachdachbereich des Bauwerks. Der Einbau der Fenster ist für Anfang Februar 2027 vorgesehen.

„Das Projekt liegt aktuell sogar etwas vor dem vorgesehenen Zeitplan“, erklärt IBM-Leiterin Sibylle Jesgarz. „Die Inbetriebnahme ist also nach wie vor nach den Sommerferien zum Schuljahr 2028/29 geplant.“

Mit einer Investition von rund 15,5 Millionen Euro entsteht auf einer Nutzfläche von rund 2.600 Quadratmetern nach den Planungen durch die Hanauer „CNK Planungsgesellschaft mbH“ ein dreigeschossiger Neubau mit 17 Klassenräumen für die Oberstufe sowie Verwaltungs-, Aufenthalts- und Nebenräumen. Der vordere Gebäudeteil mit Satteldach und Sandsteinfassade verbindet eine an die historische Altstadt angepasste Architektur mit modernen Elementen. Zum Fronhof der Alten Kanzlei hin entsteht ein moderner Flachdachbau inklusive Dachterrasse, der durch eine zentrale, lichtdurchflutete Halle mit dem vorderen Gebäudeteil verbunden wird. Eine Wärmepumpe, Photovoltaik sowie begrünte Dach- und Fassadenflächen tragen zu einem energieeffizienten Betrieb bei.

„Gerade im Kontext der denkmalgeschützten Gesamtanlage der Altstadt ist es eine besondere Aufgabe, moderne Anforderungen an einen Schulbau mit dem historischen Umfeld in Einklang zu bringen“, sagt Sibylle Jesgarz. „Im vergangenen Jahr haben wir bereits begonnen, die Fassade und Fenster der benachbarten, ehemaligen Schlossplatzschule zu sanieren, sodass wir nach Fertigstellung des Neubaus einen zeitgemäßen Schulstandort und ein harmonisches Gesamtbild am Schlossplatz haben.“

Neubau am Schulzentrum Hessen-Homburg nimmt Gestalt an

Auch auf der Baustelle am Schulzentrum Hessen-Homburg im Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten sind deutliche Fortschritte zu erkennen. Seit dem Spatenstich im Februar dieses Jahres entsteht hier zwischen den beiden bestehenden Schulgebäuden ein viergeschossiger, 110 Meter langer Erweiterungsbau. Er schafft die Voraussetzungen dafür, die bisherige Haupt- und Realschule gemäß Schulentwicklungsplanung zu einer neunzügigen Kooperativen Gesamtschule auszubauen.

Die Kanal- und Gründungsarbeiten sind abgeschlossen, ebenso die Teilunterkellerung aus wasserundurchlässigem Beton. Derzeit werden die Wände des Erdgeschosses aus Mauerwerk und teilweise Beton errichtet. Zudem werden abschnittsweise die Decken über dem Erdgeschoss betoniert. Die Fertigstellung des Rohbaus ist für April 2027 vorgesehen. Danach sollen die Dachabdichtungsarbeiten und der Fenstereinbau folgen.

Zu Beginn der Arbeiten durch die Arbeitsgemeinschaft „Wolff & Müller Hoch- und Industriebau“ aus Karlsruhe gemeinsam mit der Bauunternehmung „Streib GmbH & Co. KG“ aus Mannheim hatten unerwartete Funde den Bauablauf verzögert. So wurden unter anderem alte Kraftstoffleitungen und Dämmmaterial entdeckt, die zusätzlich untersucht und entsorgt werden mussten. Außerdem waren durch den Kampfmittelräumdienst rund 65 Verdachtspunkte auf mögliche Kampfmittel gesondert untersucht und die Funde beseitigt worden.

„Wenn zusätzliche Untersuchungen notwendig werden, wirkt sich das auf den Ablauf aus. Um die geplante Zeitschiene weiterhin zu gewährleisten, wird versucht, die Verzögerung in den nächsten Bauphasen zu kompensieren. Die Zusammenarbeit mit der Arge funktioniert an der Stelle sehr gut“, sagt Sibylle Jesgarz. Die Fertigstellung zum Schuljahr 2028/29 bleibt das Ziel. Lediglich die Fertigstellung der Außenanlagen wird bis Ende 2029 andauern.

Der Massivbau wird auf einer Nettogrundfläche von etwa 8.170 Quadratmetern Platz für 45 Klassen- und Fachräume sowie eine Mensa bieten, die zugleich als Aula genutzt werden kann. Zudem erfüllt das Gebäude künftig hohe energetische Standards: Dachbegrünung, eine Photovoltaikanlage sowie ein Fernwärme-Anschluss sorgen für eine nachhaltige Energieversorgung. Eine Arkade im Erdgeschoss ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, alle Gebäude des Schulzentrums überdacht zu erreichen. Nach Abschluss der Hochbauarbeiten werden auch die Außenanlagenneugestaltet

„Aktuell gehen wir davon aus, dass der Schulneubau für rund 31,5 Millionen Euro errichtet wird und somit knapp 3 Millionen Euro unter dem Kostenfestsetzungsbeschluss. Dazu kommen später weitere 1,4 Millionen Euro für die Ausstattung“, so Stadtrat Andreas Jäger. „Bei Schulbauprojekten dieser Größenordnung müssen viele Arbeitsschritte präzise aufeinander abgestimmt werden. Wir können sehr zufrieden sein, wie hervorragend das bisher funktioniert hat.“

Hintergrund: Die Schullandschaft in Hanau

Die Stadt Hanau ist verantwortlich für insgesamt 27 Schulen an 35 Schulstandorten. Davon sind 25 Schulen in Trägerschaft der Stadt und zwei (Berufs-)Schulen in Trägerschaft des Schulzweckverbandes gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis. Insgesamt handelt es sich um 16 Grundschulen, sechs weiterführende Schulen, zwei Förderschulen und drei Berufsschulen mit insgesamt rund 18.500 Schülerinnen und Schülern.

Der neue „Schulentwicklungsplan 2025 bis 2029“ sieht vor, in den nächsten Jahren alle 25 städtischen Schulen baulich weiterzuentwickeln, sei es durch Neubau, Erweiterungen oder Sanierungen. Der Eigenbetrieb Immobilien- und Baumanagement (IBM) plant bis 2029 Ausgaben im investiven Bereich für Neubauten und Erweiterungen der Schulen von mehr als 150 Millionen Euro ein. Die drei größten Bauprojekte sind aktuell die Neubauten am Schulzentrum Hessen-Homburg, an der Karl-Rehbein-Schule und an der Lindenauschule. Darüber hinaus sind jährlich weitere 3 bis 4 Millionen Euro in Sanierungsmaßnahmen an den Schulen verausgabt.

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Julia Oppenländer

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Schulneubauten in Hanau: „Wir kommen hervorragend voran" © Stadt Hanau / Moritz Göbel Schulneubauten in Hanau: „Wir kommen hervorragend voran Austausch auf der Baustelle des Neubaus der Karl-Rehbein-Schule: Sibylle Jesgarz, Leitung des städtischen Eigenbetriebs Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM), Stadtrat und Schuldezernent Andreas Jäger, IBM-Stellvertreter Michael Mießler, Bauleiterin Ute Störmer und Matthias Gaul, Jöst Bauunternehmen GmbH
Schulneubauten in Hanau: „Wir kommen hervorragend voran" © Stadt Hanau / Moritz Göbel Schulneubauten in Hanau: „Wir kommen hervorragend voran Stadtrat und Schuldezernent Andreas Jäger (Zweiter von rechts) hat sich mit Sibylle Jesagarz, Leitung des städtischen Eigenbetriebs Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) (Zweite von links), Michael Mießler, IBM-Stellvertreter, und Sofia Sanchez Santos, ebenfalls IBM.

Quelle: Stadt Hanau

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