Hebammen-Dienstversammlung mit aktuellen Themen rund um Schwangerschaft
Fachlicher Austausch und Vernetzung: Zu diesen Zwecken hat das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises kürzlich alle Hebammen zur Dienstversammlung eingeladen, die im Kreisgebiet tätig sind. Diese nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen und Angebote zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Dr. Wolfgang Lenz, Leiter des Amtes für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises, begrüßte die Teilnehmerinnen und hob besonders das Engagement der beiden Kreissprecherinnen Doris Wytopil und Lydia Hebisch hervor. Sie hatten diese Tätigkeit im vergangenen Jahr von Birgit Langer und Lea Korn übernommen. Dr. Lenz bedankte sich für ihren Einsatz. Ebenfalls willkommen hieß er Anett Richter, die vor Kurzem in den Main-Kinzig-Kreis gezogen ist und nun die Betreuung von Schwangeren und Familien in der Region unterstützt.
„Hebammen leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung von Schwangeren und jungen Familien. Der regelmäßige Austausch hilft dabei, aktuelle Herausforderungen aufzugreifen, Erfahrungen zu teilen und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Unterstützungsangeboten im Main-Kinzig-Kreis weiter zu stärken“, betont Dr. Lenz.
Auf der Tagesordnung standen verschiedene Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und die Begleitung junger Familien. Monika Zimmermann und Tabea Koch von pro familia stellten das Projekt „Nasra“ vor, mit dem für das Thema weibliche Genitalverstümmelung sensibilisiert werden soll. Gerade im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt ist es wichtig, auf die Situation betroffener Frauen aufmerksam und Unterstützungsangebote bekannt zu machen.
Sara Sell informierte über die Arbeit der Babylotsinnen, die in den Krankenhäusern des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau tätig sind. Sie beraten Schwangere und Familien zu Fragen, die vor und nach der Geburt auftreten. Neben Themen wie Geburtsvorbereitung und Nachsorge gewinnen auch Fragen zu Behördenangelegenheiten und zur Versorgung zunehmend an Bedeutung. Die Babylotsinnen helfen dabei, passende Unterstützungsangebote zu finden und Familien in dieser besonderen Lebensphase zu begleiten.
Einen praktischen Einblick in die sogenannte „Primaristic“ gab Hebamme Susanne Rau. Primaristic ist eine auf neurophysiologischen Grundlagen beruhende Methode zur Unterstützung der sensomotorischen Entwicklung des Menschen, die durch spezielle Körperhaltungen und Bewegungsimpulse frühkindliche Reflexe unterbricht und so die natürliche motorische Reifung fördert. Anhand einer Babypuppe konnten die Teilnehmerinnen verschiedene Übungen selbst ausprobieren und sich über die Anwendungsmöglichkeiten austauschen. Abgerundet wurde die Dienstversammlung durch einen offenen Austausch, bei dem die Hebammen ihre Erfahrungen teilen und bestehende Kontakte vertiefen konnten.
Quelle: Main-Kinzig-Kreis

