Für Generationen von Schönecker Schülerinnen und Schülern gehört die Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau zum Schulalltag. Hier lernen sie, schließen Freundschaften und stellen die Weichen für ihre berufliche und persönliche Zukunft. Nun wächst an der traditionsreichen Gesamtschule ein neues Gebäude in die Höhe – und mit ihm eine zusätzliche Bildungsperspektive für junge Menschen aus Schöneck: Ab dem Schuljahr 2029/30 soll es möglich sein, den Weg zum Abitur direkt in der Nachbarkommune fortzusetzen.
Grund genug für die CDU Schöneck und die Schönecker CDU Fraktion, sich gemeinsam mit dem Vize-Landrat und Schuldezernenten Jannik Marquart persönlich ein Bild vom Baufortschritt zu machen. An dem Informationsbesuch nahmen auch Schönecks Bürgermeisterin Carina Wacker, der Schönecker Kreistagsabgeordnete Markus Jung und der Nidderauer CDU-Bürgermeisterkandidat Phil Studebaker teil.
Bei der Besichtigung erläuterte Marquart das Modell hinter dem ungewöhnlich schnellen Baufortschritt. Der Main-Kinzig-Kreis setzt beim Neubau auf eine systematisierte, serielle Bauweise: Wesentliche Gebäudeteile werden industriell vorgefertigt und anschließend vor Ort montiert. Verbunden mit einer beschleunigten Planung und Vergabe lässt sich die Bauzeit erheblich verkürzen. Der Erfolg ist auf der Baustelle bereits deutlich sichtbar. Erst im Juni wurde der Grundstein gelegt, im September konnte Richtfest gefeiert werden. Das viergeschossige Gebäude soll nach bisheriger Planung bereits Ende März 2027 fertiggestellt sein – rund drei Jahre früher, als es bei der ursprünglichen Planung vorgesehen war.
Rund 10,7 Millionen Euro investiert der Main-Kinzig-Kreis in den Neubau. Auf etwa 3.600 Quadratmetern entstehen unter anderem 16 Klassenräume sowie zusätzliche Räume für Lehrkräfte und Verwaltung. Alle vier Etagen werden barrierefrei erschlossen und die Klassenräume mit Klimaanlage ausgestattet.
Für die CDU Schöneck steht bei dem Projekt besonders die Bedeutung der Bertha-von-Suttner-Schule für die eigene Gemeinde im Vordergrund. Seit vielen Jahren ist sie eine der wichtigsten weiterführenden Schulen für Schönecker Kinder. Mit der geplanten Oberstufe entsteht künftig die Möglichkeit, den gesamten schulischen Bildungsweg bis zum Abitur an einem vertrauten Standort fortzusetzen. „Viele Schönecker Familien haben eine enge Verbindung zur Bertha-von-Suttner-Schule. Dass dort künftig auch das Abitur möglich sein soll, ist eine wichtige Perspektive für unsere Jugendlichen. Deshalb interessiert uns sehr, wie sich die Schule entwickelt und welche Möglichkeiten sich daraus für unsere Kinder ergeben“, erklärt Markus Jung, Kreistagsabgeordneter aus Schöneck.
Doch nicht nur der Schulbau stand auf der Tagesordnung. Die CDU Schöneck nutzte den Austausch mit Jannik Marquart auch, um die Situation bei der Schülerbeförderung anzusprechen. Gerade die stark ausgelasteten Züge zwischen Nidderau und Schöneck sorgen bei Schülerinnen, Schülern und Eltern immer wieder für Unzufriedenheit. Beim „Stockheimer Lieschen“ konnte durch wiederholte Interventionen von Verkehrsdezernent Jannik Marquart und der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) erreicht werden, dass die Züge seit diesem Jahr konsequent mit einem weiteren Wagen unterwegs sind. Im laufenden Jahr 2026 wurde dieser Standard lediglich zweimal nicht eingehalten. Marquart und die KVG behalten die Beförderungsqualität und die verfügbaren Kapazitäten weiterhin kritisch im Blick. Sie überprüfen regelmäßig, ob die vereinbarten Mindeststandards eingehalten werden und setzen sich beim RMV konsequent für eine verlässliche Beförderung der Schülerinnen und Schüler
Der Informationsbesuch machte deutlich, wie eng Schöneck und Nidderau gerade im Bildungsbereich miteinander verbunden sind. Was am Schulstandort Nidderau geplant und gebaut wird, betrifft unmittelbar zahlreiche Familien in Schöneck. Umgekehrt zeigen die Gespräche über die Schülerbeförderung, dass eine gute schulische Infrastruktur nicht an der Schultür endet. Der Schönecker CDU Vorsitzende Thorsten Weitzel dankte Schuldezernent Jannik Marquart für die Einblicke in das Bauprojekt und den offenen Austausch. Der Besuch bot die Gelegenheit, sowohl die langfristige Entwicklung der Schule als auch ganz konkrete Anliegen aus dem Alltag Schönecker Familien zu besprechen.

Quelle: Thorsten Weitzel

