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Zehn-Tonnen-Gewicht fiel nach Vollbremsung vonSchwertransport-Anhänger

Steinau an der Straße (ots) – (lei) Und plötzlich ging nichts mehr: Ein
Schwertransport musste am Montagvormittag im Stadtteil Ulmbach eine Vollbremsung
einleiten, nachdem ein bislang unbekannter Motorradfahrer offenbar eine mobile
Absicherung missachtet hatte. Das abrupte Abstoppen hatte unter anderem Folgen
für die Ladung, denn ein tonnenschweres Teil löste sich. Die Polizei sucht nun
nach dem Motorradfahrer.

Gegen 11.35 Uhr war das Schwertransport-Gespann, bestehend aus einer Zugmaschine
und einem Anhänger, auf der Steinauer Straße in Richtung Steinau unterwegs. Die
Besatzung eines vorausfahrenden Begleitfahrzeugs sicherte den Transport etwa auf
Höhe der Einmündung “Am Ring” ab, indem sie den entgegenkommenden Verkehr
anhielten beziehungsweise Zeichen gab, Platz zu schaffen, um dem gelben
Lastwagen ausreichend Platz für die Durchfahrt zu verschaffen.

Zwei entgegenkommende Fahrzeuge – ein Auto und das Motorrad – warteten zunächst.
Nachdem das Begleitfahrzeug an den beiden Fahrzeugen vorbeigefahren war, fuhr
der Motorradfahrer wohl direkt weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr er
zunächst an dem wartenden Pkw vorbei und anschließend in Richtung des
entgegenkommenden Schwertransports. Aufgrund der unklaren Situation leitete der
Fahrer des Lastwagens eine Gefahrenbremsung ein.

Das führte dazu, dass einer der beiden Spanngurte, mit denen ein etwa zehn
Tonnen schweres Gegengewicht auf dem Anhänger gesichert war, riss. Trotz
zusätzlich verwendeter Anti-Rutsch-Matten geriet das massive Element ins
Rutschen, bewegte sich nach vorne und stürzte schließlich zwischen Zugmaschine
und Anhänger auf die Deichsel beziehungsweise auf die Fahrbahn.

Am Schwertransport entstand Sachschaden, der vorläufig auf etwa 10.000 Euro
geschätzt wird. Da das Gespann infolge des Vorfalls die Fahrbahn blockierte,
musste die Ortsdurchfahrt für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten zudem
für mehrere Stunden voll gesperrt und der Verkehr entsprechend umgeleitet
werden. Mit einem Kranfahrzeug wurde das Gewicht schließlich wieder aufgeladen.

Der Motorradfahrer hatte seine Fahrt unmittelbar nach dem Vorfall fortgesetzt
und sich damit unerlaubt von der Unfallstelle entfernt, ohne seinen Pflichten
als Unfallbeteiligter nachzukommen.

Bei dem gesuchten Motorrad soll es sich um ein schwarzes Krad mit zwei
seitlichen Koffern, möglicherweise ein Enduro-Motorrad, gehandelt haben. Der
Fahrer soll eine dunkle Motorradkombi und vermutlich einen schwarzen Helm
getragen haben, so die bisherigen Erkenntnisse der Beamten.

Sie bitten nun Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder
Angaben zu dem Motorradfahrer beziehungsweise seinem Krad machen können, sich
unter der Telefonnummer 06661 9610-0 bei der Polizeistation Schlüchtern zu
melden.

Bildquelle: Polizeipräsidium Südosthessen

Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

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