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14-Jähriger ohne Fahrerlaubnis mitKleinkraftrad unterwegs: Ermittlungen eingeleitet – Polizei sensibilisiert wegen”Spritztouren” – Hanau / Südosthessen

habend mit einem Ermittlungsverfahren. Gegen 20.20 Uhr war der
Jugendliche in Großauheim, als er von der Stadtpolizei angehalten wurde.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der junge Fahrer keine Fahrerlaubnis
für das Gefährt besaß. Bei der weiteren Überprüfung des Kleinkraftrades stellte
sich zudem heraus, dass dieses nicht zugelassen war. Die Stadtpolizei zog
daraufhin die Landespolizei hinzu, die in der Folge ein Ermittlungsverfahren
unter anderem wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den
14-Jährigen einleiteten.

Der Teenager durfte den Roller noch bis zu seiner Wohnanschrift schieben. Dort
übergaben ihn die Beamten an seine Eltern. Wem der Roller gehört und wie der
14-Jährige an das Fahrzeug gelangte, ist nun Gegenstand der weiteren
Ermittlungen.

Die Polizei nimmt diesen Fall zum Anlass, unabhängig vom konkreten Sachverhalt
auf die Gefahren sogenannter “Spritztouren” von Kindern und Jugendlichen
hinzuweisen.

Immer wieder nutzen junge Menschen Kraftfahrzeuge, obwohl sie noch nicht über
die erforderliche Fahrerlaubnis verfügen. Dabei spielt es keine Rolle, wem das
Fahrzeug gehört – ob den Eltern, Verwandten, Freunden oder einer anderen Person.
Was aus Sicht Jugendlicher möglicherweise als Mutprobe, Abenteuer oder harmlose
Fahrt “nur um den Block” beginnt, kann innerhalb kürzester Zeit zu einem
schweren Verkehrsunfall führen.

Die Polizei appelliert daher an alle Eltern und Erziehungsberechtigten, darauf
zu achten, dass Kinder und Jugendliche, die noch nicht über die erforderliche
Fahrerlaubnis verfügen, kein entsprechendes Kraftfahrzeug führen. Dies gilt
unabhängig davon, ob sich ein Fahrzeug im eigenen Besitz befindet oder ob sich
das Kind oder der Jugendliche anderweitig Zugang zu einem Fahrzeug verschaffen
könnte.

Gerade junge und unerfahrene Fahrerinnen und Fahrer verfügen häufig noch nicht
über die notwendige Fahrpraxis, um Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und
ein Fahrzeug sicher zu beherrschen. Gruppendruck, Risikobereitschaft und die
Fehleinschätzung “Es wird schon nichts passieren” können das Risiko zusätzlich
erhöhen.

Auch wer nicht selbst fährt, kann durch das Mitfahren in einem Fahrzeug, das von
einer Person ohne Fahrerlaubnis geführt wird, in eine gefährliche Situation
geraten.

Die Polizei empfiehlt daher:

– Sprechen Sie mit Ihren Kindern offen darüber, dass das Fahren ohne Fahrerlaubnis keine harmlose Mutprobe ist.
– Machen Sie deutlich, dass auch eine kurze “Probefahrt” nicht erlaubt und gefährlich ist.
– Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es kein Kraftfahrzeug fahren darf, solange es nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügt – unabhängig davon, wem das Fahrzeug gehört.
– Sprechen Sie darüber, wie sich Ihr Kind verhalten kann, wenn Freunde oder andere Jugendliche zu einer unerlaubten Spritztour auffordern.
– Bewahren Sie Fahrzeugschlüssel und Ersatzschlüssel, soweit es sich um eigene Fahrzeuge handelt, so auf, dass Kinder und Jugendliche nicht unbemerkt darauf zugreifen können.

Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

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