Musik, herzliche Gastfreundschaft und jede Menge gute Laune: die Freien Sänger e.V. Kilianstädten reisten mit einer Schönecker Gruppe von rund 30 Personen in die ungarische Partnerstadt Gyomaendrőd. Mit dabei war auch eine offizielle Delegation der Gemeinde Schöneck, darunter Bürgermeisterin Carina Wacker, der Erste Beigeordnete Volker Ohl sowie Mitglieder der ARGE Städtepartnerschaften. Anlass der Reise war das 30-jährige Chor-Jubiläum des Gyomaendrődi Zenebarátok Kamarakórus, mit dem die Schönecker Sängerinnen und Sänger seit vielen Jahren eine enge Freundschaft verbindet.
Direkt bei der Ankunft am Flughafen in Budapest war klar: Die Schönecker waren nicht einfach zu Besuch, sondern zu Gast bei Freunden. Nach der herzlichen Begrüßung bei heißem Sommerwetter, ging es direkt nach Gyomaendrőd. Mit dem gemeinsamen Mittagessen und der ersten Chorprobe begann ein Wochenende, bei dem Musik und Begegnung im Mittelpunkt standen.
Mehrere Auftritte und ein buntes Rahmenprogramm
InTONation unter der Leitung von Michael Knopke hatte seinen ersten Auftritt beim traditionellen Fischsuppenfestival. Anschließend konnten sich die Schönecker an der ungarischen Spezialität versuchen – und für alle, deren kulinarischer Mut an diesem Punkt endete, gab es zur Sicherheit Pizza.
Das Programm lies viel Zeit für Begegnungen. Beim gemeinsamen Bowling, beim Spanferkelessen im Kurbad und bei langen Abenden mit Essen, Gesprächen und Tanz zeigte sich, was diese Partnerschaft seit vielen Jahren ausmacht: Menschen, die sich trotz unterschiedlicher Sprache verstehen und sich aufrichtig darüber freuen, einander wiederzusehen.
Gute Laune überall
Der von Ludger Stüve gestartete „Running Gag“ immer mal wieder „Wir haben oben gute Laune, unten gute Laune“ anzustimmen, entwickelte sich zum musikalischen Motto der Reise. Denn gute Laune gab es tatsächlich reichlich.
Auch beim gemeinsamen Ausflug nach Békéscsaba mit Besichtigung der dortigen Brauerei und einer Bierverkostung.
Der musikalische Höhepunkt folgte am Samstagabend: das Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehen des Gyomaendrődi Zenebarátok Kamarakórus unter der Leitung von Nóra Sárhegyi.
„Als beide Chöre gemeinsam gesungen haben, war das für mich ein echter Gänsehaut-Moment. Da konnte man spüren, was Musik schafft: Sie verbindet Menschen, ganz ohne viele Worte. Genau das ist gelebte Städtepartnerschaft – und ich bin sehr dankbar für die Herzlichkeit, mit der unsere ungarischen Freunde uns empfangen haben“, sagt Bürgermeisterin Carina Wacker.
Auch Sven Börger, Vorsitzender der Freien Sänger Kilianstädten, zieht ein begeistertes Fazit: „Musik braucht keine Übersetzung. Wenn zwei Chöre gemeinsam auf der Bühne stehen und man spürt, wie viel Freude und Freundschaft uns verbindet, dann weiß man, warum sich solche Begegnungen lohnen. Für uns als Verein war diese Reise etwas ganz Besonderes – musikalisch und vor allem menschlich.“.
Nach dem Jubiläumskonzert wurde weitergefeiert. Denn auch darin waren sich die deutschen und ungarischen Freunde schnell einig: Wer gemeinsam gut singen kann, kann auch gemeinsam gut feiern.
Zum Abschluss blieb am Sonntag noch Zeit für einen Besuch des örtlichen Museums mit seiner besonderen Puppensammlung, bevor es wieder Richtung Budapest und von dort zurück nach Deutschland ging.
Gelebte Partnerschaft
Die Partnerschaft zwischen Schöneck und Gyomaendrőd wurde 2003 offiziell begründet. Ihr Ziel war von Beginn an nicht allein der Austausch auf kommunaler Ebene, sondern vor allem die Begegnung der Menschen und die Zusammenarbeit von Vereinen und kulturellen Gruppen. Gerade die langjährige Freundschaft der beiden Chöre zeigt, wie lebendig dieser Gedanke heute ist.
Und deshalb richtet sich der Blick schon jetzt nach vorne: 2028 besteht die Partnerschaft zwischen Schöneck und Gyomaendrőd dann seit 25 Jahren. Dieses Jubiläum soll gemeinsam mit den ungarischen Freunden in Schöneck gefeiert werden.
Weitere Informationen zu Formationen und Übungszeiten unter https://freiesaenger.de.
Quelle: Freie Sänger e.V. Kilianstädten

