Donnerstag, September 10, 2026
Bericht einreichen
Werbung schalten
StartBildungs- & SchulberichteRichtfest an der Bertha von Suttner Schule: Neubau wächst in beeindruckendem Tempo

Richtfest an der Bertha von Suttner Schule: Neubau wächst in beeindruckendem Tempo

Nidderau. Nur 87 Tage nach der Grundsteinlegung wurde an der Bertha von Suttner Schule Richtfest für den Neubau gefeiert. Der schnelle Baufortschritt zeigt, mit welchem Tempo das neue Gebäude derzeit entsteht.

Schulleiter Harald Klose begrüßte gemeinsam mit Schulpfarrer Martin Beinhauer die zahlreichen Gäste. Musikalisch begleitet wurde der Auftakt von der Musikklasse 6h und damit auch von Schülerinnen und Schülern, für die der Neubau künftig ein wichtiger Teil ihres Schulalltags sein wird.

Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jannik Marquart hob in seiner Ansprache insbesondere die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. Er würdigte das Bauunternehmen Goldbeck, das Bauamt des Main Kinzig Kreises sowie die zahlreichen beteiligten Gewerke. Zugleich machte er deutlich, dass auch bei der technischen Ausstattung auf zeitgemäße Lösungen gesetzt wird. So erhält der Neubau unter anderem ein modernes Kühlungssystem.

Besonders bemerkenswert ist auch die Kostenentwicklung des Projekts. Ursprünglich waren für den Neubau 16,4 Millionen Euro vorgesehen. Nach der Vergabe und der Entscheidung für die serielle Bauweise liegt die Bausumme nun bei rund 10,7 Millionen Euro. Damit spart der Main Kinzig Kreis nach aktuellem Stand rund 5,7 Millionen Euro und damit mehr als ein Drittel der ursprünglich vorgesehenen Baukosten.

Dass ein öffentliches Bauprojekt schneller und zugleich deutlich günstiger umgesetzt werden kann als ursprünglich geplant, ist alles andere als selbstverständlich. Einen wesentlichen Anteil daran hat die von Schuldezernent Jannik Marquart vorangetriebene neue Form der Planung und Vergabe. Statt die Gewerke einzeln auszuschreiben, wurden Planung und Bau gebündelt an Goldbeck vergeben. Durch industriell vorgefertigte Bauelemente und eng aufeinander abgestimmte Gewerke kann erheblich schneller gebaut werden.

Marquart hatte bereits bei der Grundsteinlegung erklärt, dass andere Schulträger in Deutschland auf das Projekt in Nidderau schauen. Das Ziel: von der Vergabe bis zum Einzug in weniger als anderthalb Jahren.

Studebaker sucht das Gespräch mit den Beteiligten

Unter den Gästen war auch Bürgermeisterkandidat und ehrenamtlicher Stadtrat Phil Studebaker. Für ihn stand beim Richtfest nicht nur der offizielle Teil der Veranstaltung im Mittelpunkt. Er nutzte die Gelegenheit, um sich unmittelbar bei den Beteiligten über den Baufortschritt und die bisherigen Erfahrungen auf der Baustelle zu informieren.

Studebaker tauschte sich sowohl mit Vertretern des Bauunternehmens Goldbeck als auch mit dem Nidderauer Unternehmen Manfred Göhler Bedachungen GmbH aus, das ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist. Im Gespräch mit Geschäftsführer Timo Quillmann erkundigte er sich nach dem Stand der Arbeiten, den einzelnen Bauabschnitten und der Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke.

„Bei einem solchen Projekt sieht man von außen zunächst nur, wie schnell ein Gebäude wächst. Wirklich interessant wird es aber, wenn man mit den Menschen spricht, die jeden Tag daran arbeiten und erfährt, was hinter diesem Baufortschritt steckt“, sagte Studebaker am Rande der Veranstaltung.

Neben der baulichen Seite suchte der Bürgermeisterkandidat auch das Gespräch mit der Schulleitung und verschiedenen Lehrkräften. Dabei wollte er vor allem erfahren, wie der Neubau innerhalb der Schule aufgenommen wird, worauf sich die Lehrerinnen und Lehrer besonders freuen und welche Erwartungen die Schülerinnen und Schüler mit dem neuen Gebäude verbinden.

„Ein Schulgebäude besteht am Ende nicht nur aus Beton, Fenstern und moderner Technik. Entscheidend ist, ob sich Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte darin wohlfühlen und ob gute Bedingungen zum Lernen und Arbeiten geschaffen werden“, so Studebaker.

Gerade deshalb sei es ihm wichtig gewesen, nicht nur Informationen über den Bau selbst einzuholen, sondern auch den Menschen zuzuhören, die das Gebäude später täglich nutzen werden.

Ein wichtiger Schritt für den Bildungsstandort Nidderau

Mit dem Neubau wird die Weiterentwicklung der Bertha von Suttner Schule auch baulich immer deutlicher sichtbar. Ab dem Schuljahr 2029/30 soll die Schule über eine eigene gymnasiale Oberstufe verfügen. Schülerinnen und Schüler aus der Region erhalten damit einen weiteren Standort im westlichen Main Kinzig Kreis, um ihr Abitur abzulegen.

Dass bei diesem Projekt auch ein Unternehmen direkt aus Nidderau beteiligt ist, freute Studebaker besonders.

„Wenn bei einem solchen Zukunftsprojekt auch Kompetenz aus unserer eigenen Stadt beteiligt ist, ist das natürlich etwas Besonderes. Das zeigt zugleich, welche leistungsfähigen Unternehmen wir hier in Nidderau haben“, erklärte er nach seinem Gespräch mit Timo Quillmann.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten setzte der Schulchor einen weiteren musikalischen Akzent. Anschließend erhielten die Gäste die Gelegenheit zu einer exklusiven ersten Führung durch den Rohbau.

Dabei konnten sie sich selbst ein Bild davon machen, wie weit die Arbeiten bereits fortgeschritten sind und welche Dimensionen der Neubau inzwischen angenommen hat. Räume, Flure und zukünftige Unterrichtsbereiche wurden erstmals aus unmittelbarer Nähe erlebbar.

Gerade der Rundgang machte deutlich, wie schnell sich das Projekt entwickelt. Was vor wenigen Monaten noch auf Plänen und Visualisierungen zu sehen war, nimmt inzwischen deutlich Gestalt an.

Studebaker zeigte sich besonders von der Verbindung aus Baugeschwindigkeit, moderner Technik und Kostenkontrolle beeindruckt.

„Wenn ein öffentliches Bauprojekt schneller vorankommt und gleichzeitig deutlich günstiger umgesetzt werden kann als ursprünglich vorgesehen, dann ist das genau die Art von effizientem Umgang mit Steuergeld, die wir brauchen. Dafür gebührt Jannik Marquart und allen Beteiligten ausdrücklich Anerkennung“, sagte Studebaker.

Das Richtfest markiert damit einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Bertha von Suttner Schule.

Und für die Schülerinnen und Schüler rückt der Zeitpunkt immer näher, an dem aus einer Baustelle ihr neuer Lernort wird.

image 2 44a6c45af0acec90c097e6ce110aa44d mkk
image 2 44a6c45af0acec90c097e6ce110aa44d mkk
image 1 b149cbc16eb84aeabeb8931dbd66d0f3 mkk
image 1 b149cbc16eb84aeabeb8931dbd66d0f3 mkk

Quelle: MKK Echo

Ähnliche Artikel
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -

Am beliebtesten