ISEK wird erarbeitet / Online-Beteiligung ab Mitte September / Planungsspaziergang am Samstag, 26. September
Das Hauptbahnhofquartier in Hanau wird in den nächsten Jahren zu einem lebendigen und zukunftsfähigen Ort entwickelt. Rund 840 Menschen leben zurzeit hier, dazu kommen täglich zahlreiche Pendlerinnen und Pendler sowie weitere Besucherinnen und Besucher. Mit der Erarbeitung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) beginnt nun ein weiterer Schritt auf diesem Weg. Die Stadt Hanau setzt dabei von Anfang an auf die Beteiligung der Menschen, die das Quartier nutzen und erleben.
„Das Hauptbahnhofquartier ist eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete unserer Stadt und zugleich ein bedeutendes Tor in unsere Stadt. Wir wollen die Chancen, die sich hier bieten, nutzen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort überlegen, wie das Quartier künftig aussehen und funktionieren soll“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen sind deshalb ein wichtiger Baustein für die weitere Planung. So halten wir das in Hanau immer bei großen, städtebaulichen Projekten.“
Das Hauptbahnhofquartier in Hanau ist nicht nur ein Wohn- und Arbeitsstandort, sondern zugleich ein zentraler Mobilitätsknoten regionaler und überregionaler Bedeutung. Mit der Aufnahme des Fördergebiets „Transformation Hauptbahnhofquartier“ in das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ des Landes Hessen und des Bundes stehen die Weichen für eine langfristig angelegte Entwicklung hin zu einem prägenden Stadteingang.
Das ISEK soll eine langfristige Perspektive für das rund 30 Hektar große Fördergebiet festsetzen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Gestaltung des öffentlichen Raums, Mobilität, Klimaanpassung und Begrünung, sowie die Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Auch der Hauptbahnhof und sein Vorplatz spielen dabei eine wichtige Rolle. Ziel ist ein gemischt genutztes, urbanes Quartier mit attraktiven öffentlichen Räumen, guten Verbindungen für alle Verkehrsteilnehmenden sowie zeitgemäßen Wohn- und Arbeitsangeboten.
Bürgerbeteiligung startet Mitte September
Welche Themen den Menschen besonders wichtig sind, möchte die Stadt nun im Rahmen einer Online-Beteiligung erfahren. Die Befragung startet Mitte September auf der städtischen Beteiligungsplattform http://www.zukunft-hanau.de und läuft bis Mitte Oktober. Eingeladen sind zum einen alle, die das Hauptbahnhofquartier nutzen, unabhängig davon, ob sie dort wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder regelmäßig mit Bus, Bahn, Fahrrad, Auto oder zu Fuß unterwegs sind. Zum anderen können sich auch alle anderen interessierten Bürgerinnen und Bürger Hanaus beteiligen.
Auch vor Ort besteht Gelegenheit zum Austausch: Am Samstag, 26. September, lädt die Stadt zu einem Stadtteilspaziergang durch das Hauptbahnhofquartier ein. Dabei soll über die bisherigen Überlegungen und Entwicklungen informiert werden. Gleichzeitig geht es darum, gemeinsam vor Ort ins Gespräch zu kommen und Hinweise, Anregungen und Ideen aufzunehmen.
Nähere Informationen zum Planungsspaziergang und der Online-Beteiligung werden zeitnah bekanntgegeben. Beide Angebote sind Teil des laufenden ISEK-Prozesses. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen gemeinsam mit den fachlichen Untersuchungen in die weitere Erarbeitung des Entwicklungskonzepts ein.
Hintergrund: Transformation Hauptbahnhofquartier
Das Hauptbahnhofquartier wurde 2025 in das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ aufgenommen. Das rund 30 Hektar große Fördergebiet umfasst im Wesentlichen das Areal nordöstlich des Hauptbahnhofs zwischen Dettinger Straße und Heideäcker. Die Stadt kalkuliert aktuell mit rund 18 Millionen Euro an förderfähigen Ausgaben im Rahmen des Förderprogramms über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren. Die endgültige Abgrenzung des Fördergebiets wird im Rahmen des ISEK festgelegt.
Die Entwicklung des Quartiers vereinigt zentrale Vorhaben der Hanauer Stadtentwicklung. Dazu gehören unter anderem die geplante Neuordnung und Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes, neue Mobilitätsangebote, die Weiterentwicklung des Parkraumkonzepts sowie die Entwicklung des ehemaligen Heraeus-Quarzglas-Areals. Hier sollen perspektivisch unterschiedliche Nutzungen möglich werden und bestehende Industriearchitektur teilweise erhalten bleiben. Der demnächst beginnende Bau des modernen „Haus rund um das Erwerbsleben“ ist ein weiterer wichtiger Baustein der Entwicklung rund um den Hauptbahnhof.
Hintergrund: Städtebauförderprogramm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“
Das Förderprogramm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ (WNE) des Landes Hessen und des Bundes unterstützt Kommunen dabei, den Herausforderungen des Strukturwandels und demografischer, wirtschaftlicher und klimatischer Veränderungen aktiv zu begegnen. Im Fokus stehen unter anderem die Reaktivierung ungenutzter Flächen, die Sanierung von Bestandsgebäuden sowie Maßnahmen zur Daseinsvorsorge, zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung, dazu zählen die Schaffung hochwertiger Grünflächen und eine bessere Gestaltung des öffentlichen Raums als Bestandteile des Städtebauförderprogramms. Das Land Hessen und der Bund gewähren Zuschüsse in Form einer Anteilfinanzierung.
Pressekontakt:
Stadt Hanau, Julia Oppenländer
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Quelle: Stadt Hanau

