„RKI meldet 9600 Hitzetote in einer einzigen Juni-Woche“, „11.900 Hitzetote in Deutschland“ oder „11.900 Hitzetote diesen Sommer“ – mit solchen und ähnlichen Schlagzeilen wurde in den vergangenen Tagen über die Auswirkungen der sommerlichen Hitze berichtet. Aus Sicht der AfD bleibt diese Art der Berichterstattung nicht ohne Folgen in der öffentlichen Wahrnehmung. „Wer solche Schlagzeilen liest, muss zwangsläufig den Eindruck gewinnen, dass innerhalb kürzester Zeit Tausende Menschen nachweislich an Hitze gestorben sind. Die entscheidende Einordnung folgt – wenn überhaupt – häufig erst im weiteren Text. Eine derart zugespitzte Darstellung verunsichert Menschen und schürt Ängste. Wir wünschen uns deshalb mehr sprachliche Sorgfalt.“ Die hohen Zahlen sind statistische Schätzungen, keine ärztlich festgestellten Hitzetodesfälle. Tatsächlich wurden zwischen 2003 und 2023 durchschnittlich nur 22 Todesfälle pro Jahr registriert, bei denen Hitzeschäden als unmittelbare und hauptsächliche Todesursache festgestellt wurden, beispielsweise Hitzschlag und Sonnenstich (Quelle: Statistisches Bundesamt vom 1. Juli 2025). „Eine Schätzung des Robert Koch Institutes und eine medizinisch festgestellte Todesursache sind eben nicht dasselbe. Genau diese einfache, aber entscheidende Information ist für die Leser kaum erkennbar. Wir sehen bei der Art der Berichterstattung durchaus Parallelen zu den Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Große Zahlen dominieren die Schlagzeilen, während die notwendige Differenzierung wesentlich weniger Aufmerksamkeit erhält. Aus den Erfahrungen der Corona-Jahre sollte man gelernt haben, wie stark eine solche Kommunikation die öffentliche Wahrnehmung und auch das persönliche Sicherheitsgefühl der Menschen beeinflussen kann. Nach unserer Auffassung werden Berichte über vermeintlich dramatische Folgen hoher Temperaturen anschließend zur politischen Begründung weitreichender Klimaschutzmaßnahmen herangezogen. Ideologische Maßnahmen, die dem Wirtschaftsstandort Deutschland immer weiter schaden. Also eine Berichterstattung, die eine verfehlte Klimaschutzpolitik legitimieren soll.“ „Wir wollen keine Angstdebatten, sondern konkrete Lösungen. Wenn sich unsere Lebensbedingungen verändern, müssen wir dort handeln, wo Menschen tatsächlich besonderen Schutz benötigen.“ Deshalb hat sich die AfD im Main-Kinzig-Kreis bereits für einen besseren Hitzeschutz in besonders sensiblen Einrichtungen positioniert. Dazu gehören insbesondere die Main-Kinzig-Kliniken sowie die Alten- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis. „Wir haben konkrete Maßnahmen für einen besseren Hitzeschutz in diesen Einrichtungen des Main-Kinzig-Kreises beantragt. Unsere Anträge werden nun Gegenstand der nächsten Sitzung des Kreistages sein. Wir können Wetterereignisse nicht verhindern. Aber wir können vernünftig darauf reagieren. Statt mit dramatischen Zahlen Angst zu erzeugen und daraus immer neue politische Eingriffe abzuleiten, sollten wir dort investieren, wo Schutzmaßnahmen unmittelbar bei den Menschen ankommen“, so die AfD abschließend.
Quelle: AfD-Kreistagsfraktion Main-Kinzig

