Samstag, August 8, 2026
Bericht einreichen
Werbung schalten
StartAllgemeinVölker taucht mit griechisch-deutschen Lyrikepos „Nestor und die göttlichen Zwillinge“ erneut in...

Völker taucht mit griechisch-deutschen Lyrikepos „Nestor und die göttlichen Zwillinge“ erneut in die griechische Mythologie ein

Mit seinem Lyrikzyklus „Nestor und die göttlichen Zwillinge“ hat Peter Völker seinen vierten Band zu zentralen Them der griechischen Mythologie veröffentlicht. Dies teilt der Engelsdorfer Verlag in Leipzig mit. Wie in seinen drei Werken „Agamemnon und Kassandra in Lakonien“ (2001), Odysseus und Seussydos, (2005), sowie „Achilleus und Thetis“ (2008) zuvor, holt Völker die Protagonistinnen und Protagonisten der Ilias und der Odyssee wiederum bei Homer ab, schenkt ihnen aber in lyrischen Versen eine neue Lebenschance jenseits der göttlichen Vorbestimmung und baut eine Brücke in die Moderne. In dem neuen Band zu Nestor gewährt Apollon nach einem Zwist mit dem greisen, weisen Ratgeber und Streitschlichter letztendlich ein selbstbestimmtes zweites Leben und macht ihn schließlich unsterblich. Damit folgt Apollon bei Völker einem weisen Rat des Nestors und wird somit durch menschliche Erkenntnis geläutert. Das Thema wurde in 21 Szenen lyrisch bearbeitet.

„Die Idee, aus der Trilogie eine Tetralogie zu schreiben, entstand bereits 2012 in Banja Luka in Bosnien. Dort verfasste ich damals das Konzept und den ersten Gedichte-Baustein; immer wieder habe ich mich seitdem dem Nestor genähert und Fragmente erarbeitet., schreibt Völker. „Ich musste aber schnell einsehen, dass ich für den weisen greisen Nestor noch nicht reif war und selbst erst meine Alterserfahrungen zu verinnerlichen hatte. Großen Dank empfinde ich gegenüber Martin Knapp, der auch meinen Nestor – wie die drei Bände zuvor – in die griechische Sprache nachgedichtet hat.“

In seinem Vorwort schreibt der studierte Altphilologe Knapp mit Schwerpunkt Griechenland: „Es gibt sie noch, wenn auch immer seltener, die gelehrten Professorinnen und Professoren, die alles wissen, was es zu wissen gibt über Agamemnon, Odysseus, Achilleus, Nestor und all die anderen homerischen Helden. Wenige Menschen aber besitzen die Gabe, wirklich mit diesen Charakteren zu kommunizieren. Peter Völker ist einer davon. Seine Helden sind kein Gegenstand feinsinniger Analysen aus heutiger, aufgeklärter, wie wir glauben, Perspektive. Nein, sie sind zeitlose Menschen, die unter eigener und fremder Unvollkommenheit genauso leiden wie wir alle, gerade so, wie Homer sie gezeichnet hat.“

Völker hole sie dort ab, wo sie im Epos an Kreuzwegen stehen, wo es sich entscheidet, wie es mit ihnen weitergehen soll. Knapp: „Er zeigt uns, was geschehen wäre, wenn sich die Dinge anders entwickelt hätten als bei Homer. Sie folgten bei ihm nicht dem vom homerischen Epos vorgezeigten Schicksal, „sondern kommen uns nahe, ohne dabei ihre Epoche zu verlassen und ohne ihren Charakter grundlegend zu ändern. So wird uns plötzlich klar, wie ähnlich wir ihnen sind und sie uns aber auch, dass sich die Menschen zu allen Zeiten den – im Prinzip – gleichen Herausforderungen gegenübergesehen haben. In einem Punkt allerdings unterscheidet sich unsere Epoche von allen vorhergehenden. Sie glaube, auf die Ratschläge ihrer Nestoren verzichten zu können. Völker zeigt uns, was dabei herauskommt.“ Knapp hat sich in seinem Studium und bezogen auf die Nachdichtung mit allen griechischen Sprachepochen beschäftigt und arbeitete einige Jahre als Dolmetscher für die griechische Regierung.

Für seinen ersten Band zu Agamemnon und Kassandra wurde Völker 2013 im Rahmen eines Weltfestivals der Poesie im rumänischen Curtea de Arges von der internationalen „Kulturakademie Orient-Occident“ mit dem „Prix Exellence“ der Poesie ausgezeichnet. Dieses Werk wurde von der Akademie viersprachig (rumänisch, serbisch, griechisch und deutsch) herausgegeben. 2008 erschien es bereits in serbischer Sprache, von dem Lyriker und Übersetzer Stevan Tontic (Novi Sad) nachgedichtet, in Banja Luka (Bosnien und Herzegowina). Einzelne Gedichte wurden in Oxford in die englische Sprache übertragen. Drei Gedichte aus dem Lyrikzyklus zu Agamemnon wurden von der griechischen Komponistin und Dirigentin Lisa Xanthopoulou zu Liedern vertont. Das Abschlussgedicht „Stille“ von dem wurde griechischen Künstler Nikos Samartzidis in die mykenische Linear-B-Schrift transkribiert und in ein großflächiges Gemälde umgesetzt.

„Nestor und die göttlichen Zwillinge“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig, Softcover, 192 Seiten, Euro 13,80, ISBN 978-3-69095-165-4. Das Buch ist über den Buchhandel, Online oder direkt vom Verlag erhältlich. Informationen zum Autor: http://www.petervoelker.de.

August 2026

potrait neu peter 33c02d19effb52b380b946d957a376f4 mkk
potrait neu peter 33c02d19effb52b380b946d957a376f4 mkk

Quelle: Peter Völker

Ähnliche Artikel
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -

Am beliebtesten