Vier Künstler, die biografisch und werkgeschichtlich zum Umfeld der Leipziger Schule gerechnet werden können, sind mit ihren Werken in der Villa Bergstraße 50 in Rodenbach vereint. Die sogenannte Leipziger Schule steht seit den 1960er Jahren für die künstlerische Richtung der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HfGB): figurativer, erzählerisch-realistischer Malerei, die sich neben dem staatlich verordneten Sozialistischen Realismus als eigenständige, innerhalb der akademischen Ausbildung festzustellende Position entwickelte. Zentrale Ausbildungspersönlichkeit ist Bernhard Heisig (1925 – 2011), er gilt als einer der Hauptvertreter der ersten Generation neben Werner Tübke (1929 – 2004) Wolfgang Mattheuer (1927 – 2004). Über Lehrer-Schüler-Verbindungen lassen sich Werke von Heyder, Ebersbach, Libuda und Liebmann jeweils unterschiedlichen Generationen und Ausprägungen zuordnen. Eine übliche Gliederung: die erste, gründende Generation um Bernhard Heisig, Mattheuer und Tübke. Sie prägten in den 1960er und 70er Jahren das Bild einer ostdeutschen eigenständigen Malerei, die ihre Wurzeln in der Zeit vor der schrecklichen nationalsozialistischen hatte. Die nachfolgenden Generationen nahmen die Bildsprache von Heisig, Mattheuer und Tübke auf, individualisierten sie und wurden in den 1980ern und nach 1990 auf dem internationalen Kunstmarkt unter dem Stichwort „Neue Leipziger Schule positioniert u.a. durch Neo Rauch.
An den kommenden Montagen, dem 3. August und dem 10. August 2026 wird die Ausstellung „Werke von Jost Heyder meets Werke von Ebersbach, Liebmann und Libuda“ in der „Montagsschau“ von 13 – 18 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen sein.
Villa Bergstraße 50 (im Navigationsgerät bitte Hausnummer 48 eingeben), 63517 Rodenbach, Ortsteil Oberrodenbach Tel. 0171-6590057
Quelle: Egbert V.F. Erbe

