Pop-Up-Zuhör- Aktion am Weltzuhörtag am Alexanderplatz in Berlin, 18.07.2026, 11:00 Uhr
Berlin, 14.07.2026: Der internationale Weltzuhörtag (World Listening Day) soll Menschen dazu an
regen, durch Zuhören ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen. Die Ursprünge des Aktionstags, der
erstmals 2010 begangen wurde, kommen aus der Welt der Klangforschung und Akustik. Bis heute
widmet sich das globale Zuhörprojekt dem „Verständnis der Welt, einer natürlichen Umwelt, Gesell
schaften und Kulturen durch aktives Zuhören“ (World Listening Project).
Um aktives Zuhören geht es auch der Initiative „Zuhören Berlin“. In Zeiten multipler Krisen, geprägt
von Polarisierung und einer wachsenden Verunsicherung in der Bevölkerung, verbindet die 2023 ins
Leben gerufene Initiative „Zuhören Berlin“ die Perspektiven von psychischer Gesundheit, Kommuni
kation und gesellschaftlichem Zusammenhalt und baut damit eine Brücke zwischen persönlichen Er
fahrungen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
Im Spannungsfeld zwischen psychologischen Handlungsfeldern und bildungsorientiertem Journalis
mus nutzt die Initiative dabei Erkenntnisse aus der sozialpsychologischen Forschung für einen Dialog
zwischen Individuum und Gesellschaft und schafft Räume, in denen Menschen sich begegnen können.
„Denn viele Menschen fühlen sich heute nicht nur einsam, sondern auch übersehen, unverstanden
oder nicht mehr zugehörig. Dabei ist Zugehörigkeit ein menschliches Grundbedürfnis – und eine wich
tige Voraussetzung für psychische, mentale Gesundheit, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusam
menhalt“, betont Marlen Nebelung, Psychologin im BDP und aktiv in der BDP-AG „Demokratie und
gesellschaftlicher Zusammenhalt“.
Mit Pop-up-Zuhöraktionen, Workshops, Vorträgen und weiteren Dialogprojekten für Organisationen,
Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren macht die Ini
tiative aktives Zuhören erfahrbar – und zwar überall dort, wo Menschen zusammenkommen.
Die Vision: Eine neue Kultur des Zuhörens und eine Gesellschaft, in der Menschen sich wieder gehört
und zugehörig fühlen, Verantwortung übernehmen und Zukunft gemeinsam gestalten.
Der Ansatz: Zuhören ist mehr als eine Kommunikationstechnik, es ist eine Haltung und eine gesell
schaftliche Ressource. Sie schafft Verständnis, Verbundenheit und Dialog.
Die Aktion: Öffentliche Zuhörräume laden ein zum Innehalten. Dort können Menschen mit geschulten
Zuhörer*innen ins Gespräch kommen und erzählen, ohne Unterbrechung, Bewertung oder Erwartung.
Quelle: BDP Verband

