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Zukunft pflanzen: Neuntklässler der Adolf-Reichwein-Schule setzen grünes Zeichen in Rodenbach

Im Rodenbacher Wald herrschte an einem Vormittag Mitte April reges Treiben. 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 der Adolf-Reichwein-Schule tauschten Füller gegen Spaten. Unter dem strahlenden Frühlingshimmel engagierte sich die Klasse von Lehrerin Lara Gattuso bei einem beeindruckenden Aufforstungsprojekt, das weit mehr als nur ökologische Spuren hinterließ.

Bereits zum dritten Mal unterstützt die gemeinnützige Organisation myreforest gGmbH aus Kirchzarten im Schwarzwald die Gemeinde Rodenbach mit einer Spende. Insgesamt konnten die letzten zwei Jahre 1200 Bäume im Rodenbacher Kommunalwald gepflanzt werden. Auch in Freigericht, Erlensee, Gelnhausen und Langenselbold war myreforest bereits aktiv. Die Projekte finanzieren sich über Spenden von Unternehmen, Privatspendern und Stiftungen – weitere Informationen unter: http://www.myreforest.org

Wie kommt es, dass myreforest den Main-Kinzig-Kreis unterstützt? Die Antwort ist einfach: Geschäftsführerin Andrea Thoma, ist hier aufgewachsen; in enger Absprache mit ihr setzt Projektleiterin Sigrun Koptisch aus dem Freigericht die Aufforstungen um.

Mit viel Engagement wird den Jugendlichen vermittelt, worauf es beim Pflanzen junger Bäume ankommt. Das Ergebnis: 400 Bäume wurden von den Schülerinnen und Schülern mit großer Sorgfalt in die Erde gesetzt. Ein aufgestelltes Hordengatter schützt jetzt mehrere Jahre die jungen Bäume vor Verbiss- und Fegeschäden durch Dammwild. Förster Norbert Peter wählte für diese Fläche Traubeneiche, Hainbuche und Winterlinde als geeignete Baumarten aus.

Frau Silke Fees, Dipl.-Biologin und Umweltbeauftragte der Gemeinde besuchte die fleißigen Helferinnen und Helfer und bedankte sich bei allen Beteiligten für den Einsatz und betont: “Die Gemeinde freut sich über die gelungene Kooperation, die den Waldumbau in der Region unterstützt”.

Das Projekt ist für die Klasse kein Neuland, bereits als Achtklässler waren sie an einer anderen Stelle aktiv. Ein besonderer Moment des Tages war der Besuch dieser Fläche. Besonders die Esskastanien sind bereits gut gewachsen. Für die Jugendlichen ein sichtbarer Erfolg.

Auch der soziale Zusammenhalt kam nicht zu kurz: Abseits des Schulalltags bewiesen die Teenager Teamgeist, halfen sich gegenseitig beim Graben der Pflanzlöcher und genossen das Arbeiten an der frischen Luft. Ein Erlebnis, das den Klassenverband spürbar stärkte.

„Unser besonderer Dank gilt dem Ehepaar Koptisch-Grabarczyk, die die Aktion fachlich und menschlich zu einem Highlight gemacht haben. Mit viel Liebe zum Detail sorgten sie u.a. für das leibliche Wohl. In den Pausen gab es frisches Obst, Getränke, herzhafte Brezeln und süße Apfeltaschen“, sagt Lara Gattuso. Ihre Worte spiegeln die wertschätzende Atmosphäre wider, die den Vormittag zu einer bleibenden positiven Erinnerung werden läßt.

Mit schmutzigen Händen, aber einem Lächeln im Gesicht und dem Wissen, etwas Bleibendes für ihre Heimatgemeinde geschaffen zu haben, kehrten die Jugendlichen mittags zurück zur Schule. Dieser Tag zeigt eindrucksvoll: wenn alle Hand in Hand arbeiten, wächst nicht nur der Wald – auch die nächste Generation über sich hinaus.

Quelle: Sigrun Koptisch

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