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Er macht den Grill an, sie bucht den Städtetrip – und beide haben recht

Warum Männer und Frauen ihre Freizeit oft unterschiedlich verbringen und trotzdem das Gleiche suchen

Ein neuer Beitrag aus der Reihe Lisa & Phil

Neulich saßen wir gemeinsam in unsere Mittagspause beim Mittagessen im neuen Sushi-Restaurant. Draußen schien die Sonne, die Terrasse war gut besucht, und wie so oft kamen wir von einem Thema zum nächsten.

Irgendwann fragte Lisa ganz plötzlich:

„Phil, mal ehrlich: Wenn du plötzlich ein komplett freies Wochenende hättest – ganz ohne Familie, Termine und Verpflichtungen. Was würdest du machen?“

Phil musste keine Sekunde überlegen.

„Grill an. Freunde einladen. Irgendwas Sportliches machen. Vielleicht Fußball schauen. Abends gemütlich zusammensitzen.“

Lisa lachte.

„Siehst du. Genau das meine ich.“

„Was meinst du?“

„Männer.“

„Aha. Und was ist mit Männern?“

„Ihr seid faszinierend einfach glücklich zu machen.“

„Das sagen Frauen immer, wenn sie nicht verstehen, wie gut ein Grillabend wirklich sein kann.“

Lisa schüttelte lachend den Kopf.

„Wenn ich ein freies Wochenende hätte, würde ich wahrscheinlich einen Städtetrip buchen, eine Freundin anrufen, durch kleine Läden bummeln, irgendwo schön essen gehen und vielleicht noch einen Wellnessbereich mitnehmen.“

„Also deutlich komplizierter.“

„Deutlich schöner.“

„Da gehen die Meinungen auseinander.“

Und genau so begann eine Diskussion, die wahrscheinlich in vielen Restaurants, Wohnzimmern, etc. ähnlich geführt wird.

Denn tatsächlich verbringen Männer und Frauen ihre Freizeit oft unterschiedlich.

Studien zeigen seit Jahren, dass Männer häufiger Freizeitaktivitäten wählen, die mit Sport, Technik, Vereinen oder gemeinsamen Aktivitäten in Gruppen verbunden sind.

Frauen dagegen bevorzugen häufiger soziale Aktivitäten, Gespräche, kulturelle Angebote, Wellness, Reisen oder gemeinsame Erlebnisse mit Freundinnen.

Natürlich gilt das nicht für jeden Menschen.

Aber gewisse Muster lassen sich durchaus erkennen.

Phil glaubt, dass Männer oft einen ganz einfachen Wunsch haben:

„Viele Männer wollen gar nicht ständig etwas Besonderes erleben. Die meisten wollen einfach abschalten. Ohne großen Plan. Ohne Organisation. Ohne fünf Termine drumherum.“

Lisa grinste.

„Also quasi den Luxus, nichts denken zu müssen?“

„Exakt.“

„Interessant. Weil viele Frauen genau das Gegenteil suchen.“

„Erklär.“

„Viele Frauen erleben im Alltag so viel Routine, dass sie in ihrer Freizeit bewusst neue Eindrücke sammeln möchten. Neue Orte. Neue Gespräche. Neue Erlebnisse.“

Phil nickte.

„Da könnte etwas dran sein.“

Tatsächlich bestätigen Freizeitforscher seit Jahren, dass Menschen in ihrer Freizeit oft einen Ausgleich zu ihrem Alltag suchen.

Wer den ganzen Tag organisiert, sucht Entspannung.

Wer ständig Verantwortung trägt, sucht Leichtigkeit.

Wer immer dasselbe erlebt, sucht Abwechslung.

Und genau deshalb unterscheiden sich Freizeitwünsche oft weniger zwischen Männern und Frauen – sondern vielmehr zwischen Lebenssituationen.

Lisa erzählte:

„Wenn ich mit Freundinnen unterwegs bin, reden wir manchmal stundenlang. Über Beziehungen, Reisen, Zukunftspläne oder völlig verrückte Ideen. Für viele Frauen ist das pure Erholung.“

Phil musste lachen.

„Nach drei Stunden Gespräch wäre ich wahrscheinlich bereit für einen Waldspaziergang in völliger Stille.“

„Das wiederum würden viele Frauen als Strafe empfinden.“

„Viele Männer als Wellness.“

Beide lachten.

Doch je länger das Gespräch dauerte, desto interessanter wurde eine andere Erkenntnis.

Denn obwohl Männer und Frauen oft unterschiedlich entspannen, suchen sie am Ende erstaunlich ähnliche Dinge.

Lisa formulierte es so:

„Eigentlich wollen wir doch alle dasselbe.“

„Und was?“

„Uns gut fühlen.“

Kurze Pause.

„Das ist erstaunlich klug.“

„Ich weiß.“

Denn ob:

Grillabend

Wellnesswochenende

Fußballspiel

Shoppingtour

Wandern

Fitnessstudio

Cafébesuch

Städtetrip

Gartenarbeit

Fahrradtour

am Ende steckt oft derselbe Wunsch dahinter:

Dem Alltag kurz entkommen.

Lachen.

Menschen treffen.

Den Kopf freibekommen.

Sich lebendig fühlen.

Phil beobachtet das auch bei vielen Paaren.

„Oft diskutieren Menschen darüber, wie sie ihre Freizeit verbringen möchten. Dabei vergessen sie, dass beide eigentlich dasselbe Ziel haben.“

„Nämlich?“

„Eine gute Zeit.“

Lisa nickte.

„Vielleicht sollten wir weniger darüber diskutieren, ob etwas die perfekte Freizeitbeschäftigung ist.“

„Und mehr darüber, ob es uns glücklich macht.“

Genau das scheint heute wichtiger denn je.

Unsere Kalender werden voller.

Der Alltag schneller.

Die freie Zeit wertvoller.

Und vielleicht müssen Freizeitaktivitäten deshalb gar nicht spektakulär sein.

Vielleicht reicht manchmal:

ein Abend mit Freunden

ein Spaziergang ohne Ziel

ein gemeinsames Frühstück

ein gutes Buch

ein Konzert

eine Fahrradtour

ein Glas Wein auf dem Balkon

oder einfach Menschen, bei denen man sich wohlfühlt

Phil blickte aus dem Fenster.

„Weißt du eigentlich, worauf wir uns gerade geeinigt haben?“

Lisa grinste.

„Dass Frauen recht haben?“

„Fast.“

„Dann sag.“

„Dass Freizeit nicht davon lebt, was wir machen.“

„Sondern?“

„Mit wem.“

Diesmal musste Lisa nicht widersprechen.

Denn manchmal finden Männer und Frauen tatsächlich einen gemeinsamen Nenner.

Und meistens liegt er näher, als beide denken.

Unser Wunsch an euch

Egal, ob ihr euch am wohlsten auf einer Fahrradtour fühlt, beim Grillen mit Freunden, beim Shoppen in einer fremden Stadt, beim Fußball, beim Wandern, beim Lesen auf dem Balkon oder einfach mit einer Tasse Kaffee in der Sonne:

Nehmt euch Zeit für die Dinge, die euch wirklich guttun.

Und vor allem: Vergleicht eure Art der Erholung nicht mit der anderer Menschen.

Manche tanken Energie in Gesellschaft. Andere brauchen bewusst Zeit für sich allein. Beides ist vollkommen in Ordnung.

Wir wünschen euch für die kommenden Wochen viele schöne Momente – mit euren Lieblingsmenschen, eurer Familie, guten Freunden oder auch ganz bewusst mit euch selbst.

Denn manchmal entstehen die schönsten Erinnerungen gemeinsam.

Und manchmal genau dann, wenn man einfach einmal alleine durchatmet.

Eure

Lisa & Phil

Quelle: MKK-Echo Lisa & Phil

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