Zum bundesweiten Tag der Biotonne am Dienstag, 26. Mai, wirbt die Stadt Hanau unter dem Motto „Bio trennen – nicht verbrennen!” für eine konsequente und saubere Trennung von Bioabfällen. „Eine gute Mülltrennung ist aktiver Klima- und Ressourcenschutz direkt im Alltag”, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley. „Wer Bioabfälle korrekt trennt, trägt dazu bei, wertvolle Rohstoffe sinnvoll zu nutzen und die Entsorgungskosten für die Allgemeinheit möglichst gering zu halten.”
Hanau sammelt jährlich rund 5.000 Tonnen Bioabfall sowie etwa 2.200 Tonnen Grünschnitt über die Braune Tonne und die Grüngut-Annahmestellen. Nach Angaben des städtischen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS) besteht aber auch ein erheblicher Teil des Restmülls aus organischen Abfällen, die eigentlich in die Biotonne gehören. Dabei handelt es sich um wertvolle Rohstoffe, aus denen unter anderem Biogas und Kompost gewonnen werden können. Während Restmüll kostenintensiv verbrannt werden muss, können Bioabfälle klimafreundlich verwertet werden. Hinzu kommt, dass die staatliche CO₂-Abgabe auf die Müllverbrennung die Entsorgungskosten zusätzlich steigen lässt.
„Sauber getrennte Bioabfälle sind ein wichtiger Beitrag für Nachhaltigkeit und Gebührenstabilität“, betont Stadträtin Isabelle Hemsley. „Fremdstoffe wie Plastik erschweren die Weiterverarbeitung erheblich und verursachen unnötige Mehrkosten. Deshalb ist sorgfältiges Trennen besonders wichtig.“
Aus einer Tonne Bioabfall lassen sich unter anderem bis zu 130 Kubikmeter Biogas für die Energiegewinnung sowie rund 400 Kilogramm Kompost herstellen. Dieser kann wiederum als natürlicher Dünger eingesetzt werden und speichert wertvolles Wasser im Boden. Gleichzeitig verursacht die Verwertung von Bioabfällen deutlich geringere Kosten als die Verbrennung von Restmüll, die bei rund 274 Euro pro Tonne liegen.
Sorgfältiges Trennen senkt Kosten
Voraussetzung für eine erfolgreiche Verwertung ist jedoch die Qualität des Inhalts der Biotonne. Vor allem Kunststofftüten und andere Fremdstoffe sorgen regelmäßig für Probleme in den Verwertungsanlagen und verursachen zusätzliche Sortierkosten. Auch sogenannte biologisch abbaubare Plastiktüten eignen sich nicht für die Biotonne, da sie sich in den Anlagen nicht schnell genug zersetzen.
In die Biotonne gehören unter anderem Obst- und Gemüsereste, Küchenkrepp, Kaffeesatz, Eierschalen, Essensreste sowie Gartenabfälle wie Laub oder Grünschnitt. Nicht hineingeworfen werden dürfen dagegen Plastik, Glas, Straßenkehricht, Kaffeekapseln, Metall, Windeln, Katzenstreu oder beschichtete Verpackungen wie Pizzakartons und Hochglanzpapier. Für eine saubere und hygienische Sammlung empfiehlt HIS die Nutzung von Papiertüten oder Zeitungspapier.
Weitere Informationen rund um die richtige Bioabfalltrennung und die Initiative #wirfuerbio gibt es unter https://www.wirfuerbio.de/mkk/.
Pressekontakt:
Stadt Hanau, Julia Oppenländer
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Quelle: Stadt Hanau

