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Zu Besuch im Vogelparadies

Spessartbund-Ortsgruppe Großauheim erwanderte „Horloffaue“ in der Wetterau

Hanau-Großauheim (sg). „Als ich hierhergefahren bin, habe ich schon überall Kuckucke gehört“, begrüßte Vogelexperte Thomas Gassdorf die Wandergruppe und stieg von seinem neuen Fahrrad. Der Frankfurter war der Einladung der Spessartbund-Ortsgruppe „Wanderfreunde Großauheim“ gefolgt, um sie durch die besonders artenreiche Vogelwelt der Wetterau zu führen.

Dies tat Gassdorf anschaulich und mit großem Enthusiasmus. „Einmal habe ich das Gebiet hier besucht und stand plötzlich zwischen fünf- bis sechshundert Kranichen. Die tanken sich hier in der Zugzeit nochmal richtig voll“, deutete er auf das weitläufige Grünland, das sich rund um die mehr als 15 Wanderer erstreckte.

Diese standen auf einem schmalen Feldweg mitten in der „Mittleren Horloffaue“, seit 2008 NATURA 2000-Gebiet und somit europäisch geschützt. Im vergangenen Jahrhundert wurde an gleicher Stelle noch Braunkohle abgebaut, bevor es Ehrenamtlichen gelang, die Behörden von einer ausschließlichen Nutzung für den Naturschutz zu überzeugen. „Dies war ein absolutes Novum und die ´Geburtsstunde´ des Naturschutzgebiets im Jahr 1984. Der ´Untere Knappensee´, Teil des 184 Hektar großen Areals, war damit der erste Restlochsee im Braunkohlentagebau in ganz Deutschland, bei dem dies gelang“, informiert die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Darmstadt in ihrer zugehörigen Broschüre.

„Ihr müsst einmal im Winter herkommen“, empfahl Gassdorf. „Da sind hier total viele Wintergäste, Lappentaucher, Enten. Und manchmal ist der See stellenweise zugefroren und dann stehen die Vögel auf kleinen Eisschollen, das ist wirklich schön.“

Rund 12 Kilometer ging es durch die artenreiche Region, in der bereits mehr als 250 Vogelarten nachgewiesen werden konnten. So entdeckte die Gruppe, versteckt in den Beobachtungswarten, mit ihren Ferngläsern immer wieder neue Vogelarten wie Grauammern, Zwergsäger, Braunkehlchen und sogar seltene Knäkenten.

Auch Wanderführer Peter Priess zeigte sich begeistert: „Im vergangenen Jahr haben wir bereits das ´Bingenheimer Ried´ besucht. Das kam richtig gut an. Deshalb haben wir jetzt im Mai wieder so eine ornithologische Wanderung angeboten. Und ich glaube, das werden wir im nächsten Jahr auch wieder machen.“

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von versteckten warten aus ließen sich zahlreiche vogelarten beobachten.

Quelle: Spessartbund

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