Schlüchtern (ots) – (lei) Sieben beteiligte Fahrzeuge, fünf leichtverletzte
Personen sowie hoher Sachschaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich
am Freitagmorgen auf der Autobahn 66 in Fahrtrichtung Hanau zugetragen hat (wir
berichteten mit Erstmeldung).
Dem Unfall, der gegen 10.40 Uhr gemeldet wurde und sich kurz nach der
Anschlussstelle Schlüchtern-Nord ereignete, ging ein plötzlich einsetzender
Graupelschauer voraus, der binnen kürzester Zeit eine rutschige Fahrbahn zur
Folge hatte und aus polizeilicher Sicht auch ursächlich gewesen sein dürfte.
Den bisherigen Erkenntnissen der Beamten zufolge war zunächst ein Sattelzug ins
Rutschen geraten und hatte sich auf der rechten Spur sowie dem Standstreifen
quergestellt. In der Folge bremsten sechs weitere Fahrzeuge, allesamt PKW, ab
und verloren ebenfalls die Kontrolle, wobei sie beschädigt wurden. Ein 5er-BMW
durchbrach dabei die Leitplanke und kam in einer Böschung zum Stehen. Ebenfalls
abseits der Straße, im Graben, landete ein BMW 420i.
Insgesamt befanden sich in den sieben Fahrzeugen 17 Personen. Bei den fünf
Verletzten handelte es sich um einen 51-jährigen Skoda-Fahrer sowie dessen zwei
Mitfahrerinnen im Alter von 19 und 45 Jahren, eine ebenfalls 19 Jahre alte
Mitfahrerin aus dem 5er-BMW sowie einen 52-jährigen Fahrer eines Ford Tourneo,
der zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus kam.
Der Gesamtschaden wird vorläufig auf über 100.000 Euro geschätzt.
Wegen der Abschleppung eines Teils der beteiligten Fahrzeuge war die Fahrbahn in
Richtung Hanau zeitweise voll gesperrt. Der Verkehr wurde phasenweise über die
linke Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeführt. Gegen 15.30 Uhr war diese
Fahrbahn wieder vollständig freigegeben.
In der Gegenrichtung ereignete sich kurz nach dem ersten Unfall ein weiterer
Unfall. Ein Fahrzeug des Rettungsdienstes, ein weißer Skoda, der auf der Anfahrt
zu dem Unfall war, prallte in Höhe Schlüchtern-Süd in die rechte Leitplanke –
mutmaßlich ebenfalls infolge der Witterungsverhältnisse. Der Fahrer blieb
unverletzt, der Schaden an seinem nicht mehr fahrbereiten und abgeschleppten
Fahrzeug wird auf rund 6.000 Euro beziffert.
Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

