Ehrenamtliche nehmen an Schulungsveranstaltung zum Thema Demenz teil / Sozialdezernent Andreas Hofmann dankt für Engagement
Mehr über das Thema Demenz haben elf neue Ehrenamtliche bei einer Schulungsveranstaltung mit der Demenzbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises, Simone Grecki-Runde erfahren. Die Ehrenamtlichen engagieren sich bei der DUAL – du bist nicht allein gGmbH mit Sitz in Hammersbach und nahmen an einer Schulung für das „Goldzeit“-Projekt teil. Bei DUAL handelt es sich um eine gemeinnützige Einrichtung, die eine ambulante Betreuung für Menschen mit und ohne Demenz im Main-Kinzig-Kreis anbietet. Ziel ist es, eine professionelle, niedrigschwellige Betreuung anzubieten und damit auch die Angehörigen zu entlasten. Das Angebot wird vom Evangelischen Gemeinschaftsverband Hessen-Nassau e.V. sowie dem Sozialen Pflegedienst der Landeskirchlichen Gemeinschaft gGmbH Bad Brückenau getragen.
Die neuen Ehrenamtlichen wollen sich bei der DUAL gGmbH im Projekt „Goldzeit“ engagieren. Das Projekt wird vom Main-Kinzig-Kreis gefördert, es ist ein Angebot zur Senioren- und Demenzbetreuung. „Ich bedanke mich bei allen, die dazu beitragen, das Thema Demenz in den Mittelpunkt zu rücken. Das hilft Betroffenen und ihren Angehörigen, aber auch anderen Kontaktpersonen, die Krankheit besser zu verstehen und passgenaue Unterstützung zu leisten“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Andreas Hofmann. „Damit geben wir Menschen im Umgang mit Demenzkranken ein gutes Rüstzeug zur Hand, um auf deren Bedürfnisse besser eingehen zu können“ so Hofmann.
Simone Grecki-Runde erläuterte während der Schulung die unterschiedlichen Formen von Demenz, die Symptome, was bei der Prävention hilft und welche Therapien es gibt. „Ein wichtiges Thema war in diesem Zusammenhang der Umgang und die Kommunikation mit den Betroffenen. Wir erleben immer wieder, dass Angehörige oder auch Freunde und Bekannte nicht so richtig wissen, wie sie mit den Betroffenen reden und umgehen sollen, denn diese können vielfach nicht verstehen, was das Gegenüber von ihnen möchte. Das führt zu großer Verunsicherung und auch Hilflosigkeit auf beiden Seiten“, so Simone Grecki-Runde. Sie gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch Tipps zur Beschäftigung und Freizeitgestaltung mit Betroffenen und schickte sie am Ende durch einen Demenz-Parcours, eine Art Erfahrungsfeld, um nachzuempfinden, wie sich Menschen mit Demenz fühlen und um Einblicke in ihre Weltsicht zu erhalten. Insbesondere dieser Teil der Schulung war für die elf Ehrenamtlichen von besonderer Bedeutung, da sie nun im Umgang mit Demenzbetroffenen viel genauer wissen, warum diese so reagieren, wie sie es tun – oftmals herausfordernd und für Angehörige auch manchmal überfordernd.
Quelle: Main-Kinzig-Kreis

