Europa war an diesem Vormittag nicht nur ein Begriff, sondern ein Erlebnis: Anlässlich des Europatags präsentierte die Kopernikusschule Freigericht in der vollbesetzten Aula Auszüge aus ihrem vielfältigen Europaschulprogramm. Als eine der ersten Europaschulen Hessens begrüßte die Kopernikusschule neben der Schulgemeinde auch geladene Gäste und zeigte, wie europäisches Lernen im Schulalltag konkret, kreativ und lebendig umgesetzt wird.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer musikalischen Begrüßung durch die Chorklassen der Freigerichter Europaschule unter der Leitung von Daniela Malheiros und Antonia Calasse. Im Anschluss hieß Schulleiter Christian Leinweber die Gäste willkommen, darunter den ehemaligen Schulleiter, Ulrich Mayer, die langjährige Europaschulkoordinatorin Maria-Luise Campen-Schreiner und Schulamtsleiterin Silke Siekemeyer, die in ihrem Grußwort die eindrucksvolle Arbeit der Kopernikusschule Freigericht als Europaschule lobte. Direktor Leinweber unterstrich, dass Europa an der Kopernikusschule weit über Unterrichtsinhalte hinausgeht: Es zeigt sich in Sprachen, Austausch, Projekten, Kultur und in der gemeinsamen Verantwortung für ein demokratisches Miteinander. Europaschulen verstehen sich als Teil einer Wertegemeinschaft, die Europa aktiv als Friedensprojekt fördert. Und das gelte es zu feiern, so der Schulleiter der Europaschule.
Es standen danach schulische Projekte im Mittelpunkt, die Europa aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Unter dem Titel „Wir lernen Europa kennen – historisch, politisch und geographisch“ stellten Lerngruppen des Hauptschulzweigs ihre Arbeit vor (Projektleitung: Michael Baumann-Gaydarzhy, Viktoria Koch und Martin Imhof). Französischlernende des Real- und Gymnasialjahrgangs 9 gaben Einblicke in ihre europäische Lernreise nach Paris (Projektleitung: Ines Rossow und Carolin Heeg). Wie Sprache Identität stiftet und Gemeinschaft schafft, zeigte der Programmpunkt „Mehr Sprachen – mehr WIR“: Ein zweisprachiger Redewettbewerb mit Teilnehmenden aus den Klassen 7 bis 12 (Projektleitung: Anke Eitz und Malena Ceballos Müller). Der eindrucksvolle zweisprachige Vortrag von Mohadesa Hasani, der Gewinnerin ihrer Jahrgangsstufe, erntete großen Beifall. International wurde es mit „Diversity and Inclusion through Sports“, einem Erasmus+ Projekt mit Partnerschulen aus Frankreich, Spanien, Estland und Italien, an dem Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11 beteiligt sind (Projektleitung: Lena Kreis-Goinar). Sechs Schülerinnen und Schüler berichteten von außergewöhnlichen gemeinschaftlichen Sportaktivitäten wie Kanupolo, Flamenco-Tanz und Rollstuhl-Basketball.
Den Abschluss bildete dann ein sogenannter Gallery Walk“. Bei einem Rundgang durch Projektdokumentationen, Kunstprojekte, Fotos, Plakate und Arbeiten von Schülerinnen und Schülern wurde deutlich, wie breit die Europaarbeit in Somborn aufgestellt ist – und wie selbstverständlich europäische Themen im Schulprofil verankert sind. Die Veranstaltung, die federführend von Carolin Faßbinder organsiert wurde, machte spürbar, wofür die Kopernikusschule als Europaschule steht: Europa wird nicht „abgehandelt“, sondern gelebt – im Unterricht, in Projekten und im Austausch über Ländergrenzen hinweg.


Quelle: Thorsten Weitzel

