Bei einer Kaffee- und Kuchentafel konnte der Vorsitzende Edgar Kreuzer wieder einmal rund 60 Mitglieder der AWO (Arbeiterwohlfahrt) vom Ortsverein Rodenbach/Ronneburg zu der diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Rodenbachhalle in Rodenbach begrüßen. In diesem Jahr standen neben den Rechenschaftsberichten und dem Rückblick auf die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres keine Wahlen auf der Tagesordnung.
Der Vorstand hat sich deshalb entschieden, die Versammlung mit einem sicher interessanten Vortrag zu Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme der Pflegeversicherung ergeben, zu bereichern. Pflegedienstleiterin Christina Walther-Schreiber und Pflegeberaterin Anetta Roman-Wojdylo von der Diakoniestation Rodenbach gaben einen umfassenden und kompetenten Überblick. Zusammen mit Roland Sahler, dem stellvertretenden Vorsitzenden des AWO-Kreisverbands Main-Kinzig, wurden sie vom Vorsitzenden herzlich begrüßt.
Roland Sahler überbrachte die Grüße vom Kreisverband und dem Vorsitzenden Jörg Mair. Er bedankte sich für das vom Ortsverein immer wieder an den Tag gelegte großartige Engagement und sein vielfältiges Angebot. Sahler bezeichnete den Ortsverein Rodenbach/Ronneburg als gutes Beispiel für besonders gelungene soziale Arbeit vor Ort und in der Region. Weiter ging er auf die aktuellen Vorhaben des Kreisverbands ein. Hier werden derzeit mit den neuen Angeboten zur Jugendarbeit die Weichen für die Zukunft gestellt. Ziel ist es, vermehrt junge Menschen anzusprechen und über die Angebote für eine Mitarbeit im Verband zu gewinnen.
So eröffnet der AWO-Kreisverband Main-Kinzig demnächst im Kinzigcenter in Langenselbold neue Räumlichkeiten für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Hier sollen sie die Möglichkeit erhalten, in einem geschützten Raum sich zu treffen und ihre Freizeit zu verbringen. Eine entsprechende Ausstattung der Räume ist gewährleistet. Roland Sahler betont die von Seiten der Stadt gewährte finanzielle und ideelle Unterstützung. Weiter wurden im vergangenen Jahr in Neuberg Ferienspiele mit finanzieller Unterstützung der AWO organisiert. Nach dem Erfolg besteht zwischen allen Beteiligten Einvernehmen, dieses Programm auch in diesem Jahr wieder anzubieten. Darüber hinaus laufen derzeit Gespräche, um in Neuberg eine offene Jugendarbeit zu installieren.
Anschließend leitete Edgar Kreuzer zum angekündigten Fachvortag über. Bereits in einer früheren Jahreshauptversammlung stand das Thema „Leistungen der Pflegeversicherung“ auf der Tagesordnung. Seinerzeit wurde die Absprache mit den Vertreterinnen der Diakoniestation getroffen, das Thema um die Punkte „Leistungen und Rechte für Pflegepersonen“ zu ergänzen.
Pflegedienstleiterin Christina Walther-Schreiber und Pflegeberaterin Anetta Roman-Wojdylo brachten dieses sehr komplexe Thema mit Unterstützung einer digitalen Präsentation den Anwesenden näher. Zunächst gaben sie noch einmal einen kurzen Überblick zu den grundsätzlichen Leistungen der Pflegeversicherung um sich dann dem eigentlichen Thema des Tages der sozialen Absicherung von Pflegepersonen zu widmen. Angesprochen und erläutert wurden u.a. die aktuell geltenden Bedingungen für die Inanspruchnahme einer Pflegeberatung und die Rechtsgrundlagen für die Zahlung von Rentenversicherungsbeiträgen für Pflegepersonen, die Zahlung von Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung sowie Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung für Personen bei Pflegezeit. Weiter erläuterten sie das Angebot zur Inanspruchnahme von Pflegekursen für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen und nicht zuletzt gaben sie noch Hinweise auf die Möglichkeiten zu Reha-Maßnahmen für Pflegepersonen. Abschließend wiesen sie darauf hin, dass sie jederzeit für eine Beratung zur Verfügung stehen. Mit Dank und einem Präsent verabschiedete der Vorsitzende die Pflegedienstleiterin Christina Walther-Schreiber und Pflegeberaterin Anetta Roman-Wojdylo.
In seinem Rechenschaftsbericht zeigte Edgar Kreuzer auf, dass sich das Vereinsleben im Jahr 2025 wieder auf einem guten Niveau bewegt hat. Veranstaltungen und Fahrten haben das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die vielen sozialen Kontakte wirken sich immer wieder positiv auf das Gemeinschaftsgefühl aus. Im vergangenen Jahr konnte der Verein eine Vielzahl von Unterstützungen leisten. Besonders hob er die Aktion „Schulstarter“ hervor, die seit 2016 angeboten wird. Mit den gewährten Finanzhilfen war es möglich, vielen Kindern in den Gemeinden Rodenbach und Ronneburg eine angemessene Erstausstattung zur Einschulung zu beschaffen.
Die Mitgliederzahl konnte im letzten Jahr wieder einmal gesteigert werden. Im Jahr 2025 konnte der Verein 19 Neumitglieder begrüßen. Den Bericht für alle Seniorenbeauftragten erstattete Roland Bruckmeier. Marita Kreuzer berichtete detailliert über die Aktivitäten des Jahres 2025 und gab noch einen Ausblick auf die noch in 2026 geplanten Mehrtagesausflüge. Dazu richtete sie auch schon einmal auf die Planungen für 2027. Den Kassenbericht erstattete die Kassiererin Sandra Enders. Sie konnte über eine positive wirtschaftliche Entwicklung des Vereins berichten. Die Revisoren Irene Gastgeb und Anton Hofmann bestätigten eine übersichtliche und geordnete Kassenführung und dem Verein stabile finanzielle Verhältnisse. Dem Antrag auf Entlastung des Vorstands stimmte die Versammlung geschlossen zu.
In seinem Schlusswort bedankte sich der Vorsitzende bei allen Helferinnen und Helfern für ihre Unterstützung bei der Durchführung von Veranstaltungen der AWO in Rodenbach und Ronneburg sowie ganz besonders herzlich bei seinem Vorstandsteam für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Über die AWO Arbeiterwohlfahrt:
Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den
sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Sie ist aufgrund ihrer Geschichte und ihres gesellschaftspolitischen Selbstverständnisses ein Wohlfahrtsverband mit besonderer Prägung. In ihr haben sich Frauen und Männer als Mitglieder und als ehren- und hauptamtlich Tätige zusammengefunden, um in unserer Gesellschaft bei der Bewältigung sozialer Probleme und Aufgaben mitzuwirken und um den demokratischen, sozialen
Rechtsstaat zu verwirklichen. Leitsätze und Leitbild sind Grundlage für das Handeln in der Arbeiterwohlfahrt. Sie kennzeichnen Ziele, Aufgabenverständnis und Methoden der Arbeit. Mit dem Grundsatzprogramm legt die AWO ihre
programmatische Ausrichtung fest. Im Kreisverband Main-Kinzig sind insgesamt rund 1.000 Mitglieder organisiert; davon über 200 Mitglieder im Ortsverein Rodenbach-Ronneburg!
Quelle: Anton Hofmann

