Montag, April 13, 2026
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Verkehrsspezialisten ahndeten mehrere Verstöße: Erloschene Betriebserlaubnis, BMW deutlich zu laut und E-Scooter ohne Pflichtversicherung

Südosthessen (ots) – (fg) Bereits am Freitag führten Beamtinnen und Beamten der
Verkehrsinspektion zwischen 9 und 19 Uhr Kontrollen im Rahmen des einwöchigen
Aktionsraums zu Beginn der Motorradsaison durch. Aufgrund der zum
Kontrollzeitpunkt schlechten Witterungsbedingungen wurde mobil im
Innenstadtbereich Offenbachs nach Zweirädern aller Art, vor allem jedoch nach
E-Scootern, Ausschau gehalten. Hierbei nutzten die Ordnungshüter den
polizeieigenen Rollenprüfstand zur Geschwindigkeitsmessung und auch ein ziviles
Fahrzeug mit verbauter Dokumentations- sowie Messtechnik. Im Rahmen der
mehrstündigen Maßnahme inspizierten die Verkehrsspezialisten 53 Personen, 23
Elektrokleinstfahrzeuge, ein E-Bike, sechs Motorräder, fünf Roller und neun
Autos. Zwei E-Scooter wurden ohne entsprechende Pflichtversicherung geführt,
weshalb entsprechende Strafverfahren eingeleitet wurden. Sieben Fahrzeuge müssen
aufgrund vorliegender Mängel erneut vorgeführt werden.

Besonders hervorzuheben ist ein BMW 530d, der gegen 15.40 Uhr den Spessartring
befuhr und durch ein übermäßig lautes Abgasgeräusch auffiel. Die TRuP- Streife
(Tuner, Raser und Poser) folgte dem BMW. Im Rahmen der Kontrolle stellte sich
heraus, dass der serienmäßige Dieselpartikelfilter wohl entfernt worden war.
Eine anschließende Standgeräuschmessung ergab einen Wert von 93 bei erlaubten 75
Dezibel. Der BMW wurde sichergestellt und wird einem Sachverständigen zur
Begutachtung vorgeführt. Auf den Fahrer kommen nun das Bußgeld in Höhe von rund
90 Euro sowie die Gutachterkosten zu.

Auch am Samstag waren die Beamte des Sachgebiets Tuner, Raser und Poser im
Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Südosthessen unterwegs. Nach mehrfachen
Beschwerden über einen mit unangepasster Geschwindigkeit fahrenden und offenbar
zu lauten VW Golf in Gründau, machte die Streife den Wagen gegen 15.30 Uhr
ausfindig. Es folgte die Kontrolle des Autos und des 22-jährigen Lenkers aus dem
Main-Kinzig-Kreis. Obwohl das gemessene Standgeräusch den Grenzwert zunächst
nicht überschritt, bestanden zu diesem Zeitpunkt bereits Zweifel an der
Zulässigkeit der Abgasanlage. Auf einer Kfz-Hebebühne wurde das Auto daraufhin
genauer inspiziert, wobei der Verdacht einer möglichen Manipulation der
Abgasklappensteuerung immer mehr in den Fokus der Spezialisten rückte. Nach dem
Entfernen der hinteren linken Kofferraum-Abdeckung konnte ein offenbar
unzulässiges Steuergerät zum Ansteuern der Abgasklappen aufgefunden werden.
Aufgrund dessen erlosch die Betriebserlaubnis, der VW wurde sichergestellt und
wird nun einem Sachverständigen zur Erstellung eines Beweissicherungsgutachtens
vorgeführt. Bei der Kontrolle kamen ein ziviles Videofahrzeug sowie das zivile
Video-Krad zum Einsatz.

Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

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