Nidderau. Geschafft. Nach monatelangen Beratungen hat der Seniorenbeirat der Stadt Nidderau dem neuen Satzungsentwurf auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig, wenn auch von einigen Beiratsmitgliedern nur zögerlich zugestimmt. Die Änderung der Satzung war unter anderem deswegen notwendig geworden, weil nach der bisherigen Satzung jeder Stadtteil mit mindestens einem Vertreter im Beirat vertreten seien musste. Im Interesse des Zusammenwachsens der Stadt soll das zukünftig nun nicht mehr notwendig sein. Die Juristen der Stadtverwaltung hatten deshalb einen Satzungsentwurf vorgelegt, der sich im Wesentlichen an einer Mustersatzung des Hessischen Städte und Gemeindebundes (HSGB) orientierte. Darin wird gefordert, dass der Seniorenbeirat von der Stadtverordnetenversammlung benannt wird. Die Stadtverordnetenversammlung erhält hierfür einen Benennungsvorschlag, der von den Bürgern durch ein Direktwahlverfahren aufgestellt wird. Die Frage, die sich der amtierende Seniorenbeirat nun stellt, war, warum einer recht teuren Wahl durch die Bürger eine sogenannte Benennung durch die Stadtverordnetenversammlung folgen muss, durch die die Wahl der Bürger möglicherweise auf den Kopf gestellt werden kann, einzelne gewählte Kandidaten abgelehnt und andere Kandidaten dafür benannt werden. Während mehrere Beiratsmitglieder erhebliche Zweifel an der Formulierung äußerten, beharrte die Verwaltung mit Hinweis auf die Mustersatzung des HSGB auf ihrem Satzungsentwurf. Im Vertrauen darauf, dass die Stadtverordnetenversammlung letztendlich dem Wahlergebnis der Bürger folgen wird und um die bereits verschobene Neuwahl des Beirats, die von der Beschlussfassung der neuen Satzung abhängt, zu ermöglichen, gaben die Beiratsmitglieder schließlich dem Satzungsentwurf ihre Zustimmung, wenn dies einigen Mitgliedern erkennbar auch nicht leichtfiel. Die Stadtverordnetenversammlung wird nun die neue Seniorenbeiratssatzung auf eine ihrer nächsten Sitzungen beschließen und damit die Neuwahl des Beirats im Herbst ermöglichen. Die Kandidatenvorstellung soll bei dem Senioren-Sommerfest am 2.September erfolgen, die Zusammensetzung der Kandidatenliste auf der dann stattfindenden Vollversammlung. Der Termin dafür steht noch nicht fest.
In weiteren Tagesordnungspunkten ging es in der Beiratssitzung am Mittwoch im Familienzentrum dann unter anderem noch das immer stärker werdende Interesse an den Seniorenweihnachtsfeiern und den Babbel-Kräppel-Nachmittagen sowie um den Umfang des newsletters. Letzterer werde wegen seines großen Umfangs von vielen Lesern kaum noch bis zum Ende durchgelesen. Gefragt sei deshalb ein neues Format, das zunächst nur Stichpunkte liefert und auf Antippen dem Leser dann erst die ganze Information zur Verfügung stellt.
Jürgen W. Niehoff
Quelle: Jürgen W. Niehoff

