In Nidderau wurde ein neuer Ausländerbeirat gewählt. Damit verfügt die Stadt nach längerer Zeit wieder über ein demokratisch gewähltes Gremium zur Vertretung der Interessen der ausländischen Bevölkerung. Die Internationale Liste für Nidderau (ILN) konnte alle sieben Sitze besetzen, sodass der Beirat vollständig arbeitsfähig ist.
Ab dem 1. April vertreten Olexandra Holzmann, Chris Strobbe, Andrii Kaliapin, Amanda Grüterich, Maha Afifi, Hakim Khademi und Lejla Hasanbašić die Interessen der ausländischen Bevölkerung Nidderaus gegenüber Stadtverordnetenversammlung, Magistrat, Kreistag und Verwaltung.
In der kommenden fünfjährigen Amtsperiode setzt sich das Gremium für die Belange von Menschen mit internationaler Herkunft ein. Im Mittelpunkt stehen Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe sowie die Verbesserung von Bildungs-, Arbeits- und Lebensbedingungen. Darüber hinaus engagiert sich der Beirat für ein respektvolles Miteinander und gegen Diskriminierung.
Auch wenn keine verbindlichen Beschlüsse gefasst werden können, bringt sich der Ausländerbeirat aktiv in politische Prozesse ein. Durch Antrags-, Vorschlags- und Anhörungsrechte können wichtige Impulse in die kommunale Politik eingebracht und die Perspektiven der ausländischen Bevölkerung sichtbar gemacht werden. Ziel ist es, die politische Teilhabe von Menschen ohne deutsches Wahlrecht nachhaltig zu stärken.
Die Mitglieder wirken an kommunalen Entscheidungsprozessen mit, fördern Integration und Gleichberechtigung und setzen sich dafür, dass die Anliegen von Migrantinnen und Migranten in Politik und Verwaltung Gehör finden.
Die Wahlbeteiligung bewegt sich im Vergleich zu anderen Kommunen im zweistelligen Bereich. In der vergangenen Legislaturperiode hatte die Integrationskommission diese Aufgaben übernommen und die Wiedereinrichtung des Ausländerbeirats begleitet.
Magistrat der Stadt Nidderau
Quelle: Stadt Nidderau

