Am vergangenen Montag eröffnete Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck die Ausstellung „Verbunden” mit Werken von Pablo Hirndorf in der Marienkirche. Die Installation hat ihren Ursprung in einer ungewöhnlichen Anfrage an den Künstler. Ihm wurde ein großer Bestand an Kreuzen und Kruzifixen unterschiedlich in Größe, Stil und Material übergeben. Funck stelle eindrücklich dar, wie der Künstler sich mit dem Thema Leid und Qual am Kreuz auseinandergesetzt und nach einem Weg der Hoffnung gesucht habe. Sie fand seinen Ansatzpunkt im Wunsch, dieses Leid nicht isoliert stehen zu lassen, sondern es in Beziehung zu setzen zu all dem, was Menschen an Schmerz, Verletzlichkeit und Endlichkeit erfahren. „Pablo Hirndorf umhüllte die Figuren mit Gipsbinden – ein Akt des Verbindens im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.”, sagte Funck und erläuterte: „Die ursprüngliche männliche Gestalt tritt dabei zurück und wird zu einer allgemein menschlichen Figur.
Das Leiden wird nicht aufgehoben, aber es wird geteilt, erweitert, geöffnet. Es wird zu etwas, das uns alle betrifft.” Verbunden sind die Kreuze durchgehend mit Gipsbinden, die eine blaue Einfärbung tragen und so auf das Azurblau des Himmels hinweisen. So zeigen die fast 40 Exponate alle über die aktuelle Leidenssituationen hinaus. Ein eindrückliches Bild, das auch die ersten Gäste anrührte.
Die Ausstellung ist natürlich im Rahmen der Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern zu sehen, darüber hinaus werden die Türen der Marienkirche auch am Karsamstag und am Samstag, 11.04., je von 12.00 – 16.00 Uhr sowie am Ostersonntag und am Sonntag, 12.04., je von 11.30 – 14.00 Uhr geöffnet sein.

Quelle: Förderkreis Marienkirche 2.0

