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„Von der Natur und den Eingriffen des Menschen in diese inspiriert”

Der 13. Hanauer Schmuckpreis geht an Elisabeth Müller-Quade

Unter Applaus der zahlreichen anwesenden Gäste im Neustädter Rathaus hat Goldschmiedemeisterin Elisabeth Müller-Quade aus Karlsruhe den 13. Hanauer Schmuckpreis verliehen bekommen. Neben der Ehrung durch die Stadt erhält sie damit im kommenden Jahr auch die Möglichkeit, ihre Arbeiten an prominenter Stelle in der Vitrine im Foyer des Deutschen Goldschmiedehauses zu zeigen.

Die Gold- und Silberschmiedekunst hat in Hanau eine lange und erfolgreiche Tradition: 1610 wurde hier eine der ersten Zünfte für Goldschmiede gegründet. Einen Einblick in diese Tradition gibt auch der von der Hanau Marketing GmbH (HMG) organisierte Schmuckmarkt „Glanzstücke“. Zahlreiche Schmuckliebhaberinnen und -liebhaber kamen wieder ins Neustädter Rathaus am Marktplatz, um außergewöhnliche Ringe, Ketten, Broschen und weitere Stücke zu entdecken, mit den Gestalterinnen und Gestaltern aus der Region und darüber hinaus ins Gespräch zu kommen und kunstvolle Unikate zu erwerben. Insgesamt präsentierten 17 professionelle Designerinnen und Designer ihre Werke und ihr handwerkliches Können.

Alljährlicher Höhepunkt des Marktes war auch in diesem Jahr wieder die Verleihung des Hanauer Schmuckpreises. Eine fachkundige Jury prämierte dabei zum 13. Mal die herausragenden Arbeiten der teilnehmenden Goldschmiedinnen und Goldschmiede. In diesem Jahr setzte sich das Gremium aus Dr. Christianne Weber-Stöber (ehemalige Geschäftsführerin der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. und langjährige Leiterin des Deutschen Goldschmiedehauses), Malte Guttek (Nachfolger Dr. Weber-Stöbers im Goldschmiedehaus) sowie Benjamin Pfister (Direktor der Staatlichen Zeichenakademie Hanau) zusammen.

„Die Jury hatte die Aufgabe, die Präsentationen der Ausstellerinnen und Aussteller zu bewerten und besonders interessante sowie anspruchsvolle Schmuckstücke auszuwählen. Neue Ideen waren dabei, wie schon in den vergangenen Jahren, ausdrücklich gefragt“, erklärte Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck in ihrer Laudatio, ehe sie die Goldschmiedemeisterin Elisabeth Müller-Quade als 13. Hanauer Schmuckpreisträgerin bekanntgab.

Elisabeth Müller-Quade überzeugte die Jury mit der Präsentation von drei Werkgruppen und verschiedenen handwerklichen Techniken. „Die Natur und ihre Gewalten, aber auch die Eingriffe des Menschen in die Umwelt waren ihr in vielen Arbeiten Inspiration“, sagte Dr. Christianne Weber-Stöber als Vertreterin der Jury in der Begründung. „So ist besonders eine Gruppe von Broschen und Anhängern herausragend, die sich mit der Vajont-Katastrophe 1963 in Italien auseinandersetzt. Bei der durch einen Erdrutsch ausgelösten Flutwelle wurden mehrere Ortschaften schwer beschädigt und viele Menschen starben. Bei der formalen Gestaltung greift die Künstlerin auf Fragmente der zerstörten Landschaft zurück. Im Kontrast dazu stehen die Miniaturhochsitze aus Silber, bei denen Elisabeth Müller-Quade uns mit einem gewissen Augenzwinkern den Überblick behalten lässt.“

Die genannten Miniaturhochsitze, die als Broschen und Ringe getragen werden können oder als Kunstwerke für sich stehen, gehören auch zu ihren Lieblingsstücken, so die frisch gekürte Schmuckpreisträgerin Elisabeth Müller-Quade. „Die Herstellung und Gestaltung meiner Stücke dauert oft viele Stunden, vor allem wenn es viele Lötstellen gibt“, gab sie zudem einen kleinen Einblick in ihre Arbeitsweise.

Die Auszeichnung von Elisabeth Müller-Quade setzt damit ein weiteres Zeichen für die hohe Qualität und kreative Vielfalt der Schmuckkunst, die in Hanau seit Jahrhunderten ihren festen Platz hat.

Hintergrund:

Elisabeth Müller-Quade stammt aus Stuttgart, wo sie ihre duale Ausbildung zur Goldschmiedin erhielt und als 1. Kammersiegerin der Handwerkskammer Stuttgart abgeschlossen hat. Anschließend arbeitetet sie hier als Gesellin bei dem bekannten Juwelier Jacobi und dem Schmuckkünstler Günter Krauss. Die Meisterprüfung absolvierte sie erfolgreich an der renommierten Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule in Pforzheim. Danach arbeitete sie in der Schmuckgalerie Leibold und Mann in Karlsruhe. Nach zwei Jahren in Japan ist sie heute als selbstständige Goldschmiedin in Karlsruhe tätig und unter anderem Mitglied in der Gruppe „Mokume Gane Artisten“, die bereits im Deutschen Goldschmiedehaus in Hanau ausstellte.

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Julia Oppenländer

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der 13. hanauer schmuckpreis geht an elisabeth müller-quade © stadt hanau / moritz göbel
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der 13. hanauer schmuckpreis geht an elisabeth müller-quade © stadt hanau / moritz göbel / zahlreiche besucherinnen und besucher schauten sich auf dem diesjährigen schmuckmarkt im neustädter rathaus die kreationen der ausstellenden an.

Quelle: Stadt Hanau

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