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Neue Ausstellung im Hanauer Schloss Steinheim: Klaus Kirchners „Formendialog”

100 Objekte / „Holzkunst begegnet archäologischen Fundstücken”Hanau. In den Ausstellungsräumen des Schloss Steinheim, Museum für regionale Archäologie und Stadtgeschichte Steinheim findet von Sonntag, 12. April bis Sonntag, 2. August die Sonderausstellung „Klaus Kirchners FORMENDIALOG. Holzkunst begegnet archäologischen Fundstücken” statt. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 10. April um 17 Uhr.

Die handwerklichen Unikate aus Holz stehen Seite an Seite mit den archäologischen Fundstücken in den Vitrinen und laden die Besucherinnen und Besucher zum Gedankenaustausch ein. Die 100 Holzobjekte und Gefäße bilden einen Querschnitt aus Kirchners Schaffensspektrum der vergangenen fünf Jahre. Den Steinheimer Künstler Klaus Kirchner fasziniert es, die Schönheit des Materials Holz herauszuarbeiten und seinen Werken etwas Einzigartiges zu geben. Seine Objekte werden ressourcenschonend mit einheimischen Restholzstücken entwickelt. Die komplette Herstellung eines Stückes liegt vom Beschaffen des Holzes bis zum fertigen Unikat in seinen Händen. Die entstehende Form sowie die Charakteristik des Materials liegen ihm besonders am Herzen.

Im Allgemeinen sind archäologische Objekte stumme Zeugen vergangener Zeiten. Becher, Schalen und Co. sind auch einzigartige Kunstwerke. Welche Absicht hatte die Künstlerin oder der Künstler? Das ist nicht bekannt. Im Gegensatz kann der Holzbildner Klaus Kirchner zu seiner Kunst konkrete Aussagen geben und für die Welt der Form, Skulptur und Handwerkskunst begeistern. Der Dialog zwischen den Objekten der Vergangenheit und der Gegenwart bietet den Besucherinnen und Besuchern einen offenen Raum für eigene Ideen, Überlegungen und Vorstellungen.

„Die Schönheit des Holzes herausarbeiten“

Klaus Kirchner, 1969 geboren und aufgewachsen in Aschaffenburg, ist schon seit seiner Kindheit mit Holz bei der Brennholzbeschaffung mit den Eltern in Berührung gekommen. Später folgten das Bearbeiten von Holz im Werkunterricht, bis 2005 die lange vergessene Liebe zum Werkstoff Holz bei einem Drechselkurs wiederentdeckt wurde. Seit 2013 hat er sein Atelier in Hanau-Steinheim in der Darmstädter Straße. Zuerst war das Drechseln nur Hobby und Ausgleich neben dem Hauptberuf in der Softwarebranche, dann wurde der Wunsch immer größer, mehr Zeit mit dem Erschaffen von Holzarbeiten zu verbringen. Der Künstler nimmt seit 2012 an nationalen und internationalen Ausstellungen etwa in Frankfurt, Berlin, London, Mailand und Kalifornien teil. Seit 2013 arbeitet er in seiner eigenen Werkstatt und ab 2020 als selbständiger Holzgestalter. Er ist Mitglied im Bundesverband Kunsthandwerk (BK), im Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg (BdK), im neuen Kunstverein Aschaffenburg, KunstLANDing und im Kunstgewerbeverein Frankfurt am Main e.V. In seiner kurzen und schon erfolgreichen Künstlerkarriere hat er einige Preise und Auszeichnungen errungen. So hat er 2019 den 3. Preis bei „Kunst im Quartier“ in Aschaffenburg erhalten. Sein „Facettenobjekt # 646“ gehörte 2022 zur ersten „German Crafts Collection“ des Bundesverband Kunsthandwerk auf der internationalen Messe in Hannover „Handmade in Europa“.

„Die Kollektion gibt einen guten Einblick in die aktuellen Tendenzen des kunsthandwerklichen Schaffens in Deutschland“, sagt Dr. Sabine Wilp, Präsidentin des Bundesverbandes Kunsthandwerk und Kuratorin der Handwerksform Hannover. „Die Verwendung alter Techniken ist ebenso zu finden wie die Nutzung neuer Technologien. Die ausgewählten Arbeiten sind durchweg von hoher gestalterischer und formaler Qualität. Sie sind zeitgemäß, innovativ, oftmals nachhaltig und mit regionalen Materialien produziert. Sie zeigen Kunsthandwerk in seiner schönsten Form.“

Im Jahr 2023 war Kirchner mit verschiedenen Arbeiten dreimal nominiert: für den Danner-Preis des Freistaates Bayern, den Hessischen Staatspreis für das deutsche Kunsthandwerk und den Hessischen Gestaltungspreis für das deutsche Kunsthandwerk der Hessischen Handwerkskammer (ARGE). Die Schwerpunkte von Klaus Kirchner sind Einzelanfertigungen von Gefäßen, Dosen und Schalen, Leuchten, Skulpturen und Schreibgeräten.

Hinweise:

Zur Eröffnung am Freitag, 10 April, 17 Uhr, ist der Eintritt frei. Medienvertreter sind zur Berichterstattung eingeladen.

Öffnungszeiten: sonntags, 11 bis 17 Uhr.

Die Ausstellung umrahmt ein Begleitprogramm mit Führungen und Workshops des Künstlers.

Führungen: Sonntag, 12. April 15 bis 16 Uhr und Sonntag, 2. August 15 bis 16 Uhr; Preis: 3 Euro zuzüglich Eintritts pro Person (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt).

Workshops: Sonntag, 28. Juni, 15 bis 17 Uhr Schnitz-Workshop für Kinder ab 8 Jahren und Sonntag, 19. Juli 15 bis 17 Uhr Holzkreisel Bau-Workshop für Kinder ab 6 Jahren; Preis: 8 Euro zuzüglich Eintritts pro Person (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt, in Begleitung eines Erwachsenen. Die Begleitperson muss keinen Eintritt zahlen.)

Informationen über die Hanauer Museumslandschaft unter http://www.museen-hanau.de.

Museum Schloss Steinheim, Regionale Archäologie und Stadtgeschichte Steinheim, Schlossstraße 9 63456 Hanau-Steinheim, http://www.museen-hanau.de

Pressekontakt:
Stadt Hanau

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museum schloss steinheim © andrea hesselbach / foto zu klaus kirchners ausstellung „formendialog.“ im hanauer museum schloss steinheim, hier der künstler klaus kirchner in seiner werkstatt beim drechseln.
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museum schloss steinheim © klaus kirchner / foto zu klaus kirchners ausstellung „formendialog.“ im hanauer museum schloss steinheim, hier große blumenobjekte. materialen: kirschbaum, walnussbaum und mirabellenholz.

Quelle: Stadt Hanau

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