Wie vielfältig und spannend Ausbildung und Berufseinstieg in der Region sein können, erlebten Schülerinnen und Schüler der Kopernikusschule Freigericht bei der Veranstaltung „Unternehmen in die Schulen“. Mehrere Betriebe und Institutionen waren vor Ort, stellten ihre Ausbildungsangebote vor und zeigten anschaulich, welche Wege nach dem Schulabschluss offenstehen – vom technischen Beruf über Verwaltung und Finanzwesen bis hin zu sozialen Tätigkeitsfeldern.
Organisiert wurde der Berufsorientierungstag von der pädagogischen Leitung Christina Dauth sowie den Lehrkräften Martin Imhof und Daniel Koß. Ziel der Veranstaltung war es, Jugendlichen frühzeitig Orientierung zu geben, Fragen zur Berufswahl zu klären und vor allem den direkten Austausch mit Ausbildungsbetrieben zu ermöglichen. „Wenn Schülerinnen und Schüler Ausbilderinnen, Azubis oder Personalverantwortliche persönlich sprechen, wird aus einer Broschüre ein realistisches Bild – und aus einem vagen Interesse oft ein konkreter Plan“, so das Organisationsteam.
Vertreten waren unter anderem Evonik (Standorte Hanau und Steinau), der Main-Kinzig-Kreis, Systeex Brandschutzsysteme GmbH, die Bundespolizei, Brillux GmbH & Co. KG, das Bistum Fulda, Engelbert Strauss GmbH & Co. KG, die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, die Kreissparkasse Gelnhausen, Uniper Kraftwerke GmbH, SemiMat, WOCO Industrietechnik GmbH sowie der Behinderten-Werk Main-Kinzig e. V.. Die Bandbreite machte deutlich: Ausbildungswege sind heute so vielfältig wie die Talente der Jugendlichen – und viele Möglichkeiten liegen direkt vor der Haustür.
Besonders lebendig wurde die Berufswelt dort, wo sie buchstäblich „in Flammen“ stand: Das Unternehmen SemiMat präsentierte seine Arbeit im Bereich Glas- und Werkstofftechnik mit einer eindrucksvollen Demonstration. Mitarbeitende erhitzten Glasstäbe unter hoher Hitze in einer Flamme und formten sie anschließend präzise weiter. Ausgestattet mit Schutzbrillen konnten die Schülerinnen und Schüler den Prozess aus nächster Nähe beobachten – und sogar selbst erste Erfahrungen beim Glasblasen sammeln. So wurde aus Information ein Erlebnis: Wer sieht, wie ruhig die Hand sein muss und wie genau der Blick arbeitet, versteht sofort, was „Feinmechanik“ und „Materialgefühl“ im Berufsalltag bedeuten.
Die Veranstaltung bot den Jugendlichen eine wertvolle Gelegenheit, Berufsfelder kennenzulernen, gezielte Fragen zu stellen und erste Kontakte zu knüpfen – oft auch mit Blick auf Praktikumsplätze oder spätere Ausbildungsbewerbungen. Die Kopernikusschule bedankt sich bei allen beteiligten Unternehmen und Institutionen für ihre Zeit, ihre Offenheit und die praxisnahen Einblicke. „Unternehmen an den Schulen“ hat gezeigt: Berufsorientierung gelingt am besten, wenn Schule und regionale Partner gemeinsam Türen öffnen.

Quelle: Thorsten Weitzel

