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Arbeitsmarkt in Hanau zeigt sich robust – Rückgang bei Stellen- und Ausbildungsangebot mahnt zur Wachsamkeit

Der Hanauer Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt stabil. Zu diesem Ergebnis kommen der Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert, Hanauer Stadträtin und Oberbürgermeisterkandidatin Isabelle Hemsley sowie Heike Hengster, Leiterin der Bundesagentur für Arbeit, nach einem gemeinsamen Arbeitsmarktgespräch mit aktuellen statistischen Auswertungen für das Stadtgebiet Hanau.

„Die Zahlen zeigen: Die Beschäftigungszahlen sind stabil; der Schwerpunkt liegt weiterhin im industriellen Bereich“, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Heiko Kasseckert. Jedoch zeigt sich in den vergangenen Jahren – wie überall in Deutschland – ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, der die wirtschaftliche Entwicklung spiegelt. Dennoch zeigt sich der Arbeitsmarkt insgesamt robust.

Allerdings sei ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren zu beobachten, berichtet Heike Hengster. Sie forderte mehr Durchlässigkeit im System und eine stärkere Anerkennung von Ausbildungsmaßnahmen, damit junge Menschen schneller und nachhaltiger in Arbeit kommen können.

„Wir sehen einen Rückgang bei den offenen Stellen am ersten Arbeitsmarkt. Noch deutlicher fällt der Rückgang bei den angebotenen Ausbildungsplätzen aus“, stellt Kasseckert fest. Diese Entwicklung spiegele zwar die Stimmung bei den Unternehmen nach mittlerweile drei Jahren wirtschaftlicher Schwächephase und Rezession wider, sei aber alarmierend.

Die Hanauer Stadträtin Isabelle Hemsley bewertet die Situation differenziert: „Der Arbeitsmarkt in Hanau ist trotz allem erfreulich stabil, aber unsere Unternehmen stehen gleichzeitig vor großen Veränderungsprozessen.“ Digitalisierung, Veränderungen in der Weltwirtschaft, neue Zölle und die Diskussion um die Resilienz der Unternehmen prägten zunehmend die Rahmenbedingungen. „Die früheren Schutzräume der globalisierten Wirtschaft existieren in dieser Form nicht mehr.“

Die Stadt Hanau begleite diese Transformation aktiv. Mit der Kreisfreiheit seien auch neue Möglichkeiten entstanden, Arbeitsmarktpolitik stärker vor Ort zu gestalten. „Im Haus rund um das Erwerbsleben können wir Arbeitsvermittlung, Qualifizierung und Beratung enger verzahnen“, erklärt Hemsley.

Ziel sei es, gemeinsam mit Unternehmen die vorhandenen Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebote stärker mit den Menschen zusammenzubringen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Sie sieht darin einen wichtigen Ansatz für die Zukunft des Industriestandortes Hanau: „Unsere Aufgabe ist es, Stabilität zu sichern und gleichzeitig die Transformation der Wirtschaft aktiv zu begleiten. Hanau hat dafür gute Voraussetzungen, mit einer starken Industrie, engagierten Unternehmen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Stadt, Arbeitsagentur und Land.“

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Quelle: Heiko Kasseckert

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