Gemeinsam setzen Stadt und Baugesellschaft Hanau auf Modernisierung und Ausbau öffentlich geförderter Wohnungen
Mehr bezahlbarer Wohnraum und bessere Lebensqualität: Die Stadt investiert bis zu 556.000 Euro aus der sogenannten Fehlbelegungsabgabe in die Modernisierung eines öffentlich geförderten Wohngebäudes der Baugesellschaft Hanau GmbH (BauGe) mit 48 Wohnungen. Gleichzeitig werden 48 zusätzliche öffentlich geförderte Wohnungen durch die BauGe geschaffen. Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Einsatz der Mittel in ihrer Sitzung am 10. Februar 2026 zugestimmt.
Grundlage ist das Hessische Wohnraumförderungsgesetz. Es ermöglicht Kommunen, eine Fehlbelegungsabgabe zu erheben, wenn öffentlich geförderter Wohnraum von Haushalten genutzt wird, deren Einkommen über den geltenden Einkommensgrenzen liegt. Diese Mittel werden zweckgebunden wieder in den sozialen Wohnungsbau investiert.
Modernisierung mit sozialem Auftrag
Konkret geht es um das Gebäude in der Karlsbader Straße 4 in Kesselstadt mit 48 öffentlich geförderten Wohnungen. Die BauGe plant eine grundlegende Modernisierung des Gebäudes, um die Wohnqualität nachhaltig zu verbessern, die Energieeffizienz zu steigern und die Betriebskosten zu stabilisieren. „Durch den Einsatz der Mittel aus der Fehlbelegungsabgabe sorgen wir dafür, dass öffentlich geförderter Wohnraum in Hanau nicht nur erhalten, sondern qualitativ deutlich verbessert wird. Das ist ein wichtiger Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit, Klimaschutz und langfristig bezahlbarem Wohnen in unserer Stadt“, sagt Bürgermeister und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri.
Die BauGe geht aktuell von einer Gesamtinvestition für die Modernisierung von über 4 Millionen Euro aus. Die Mittel aus der Fehlbelegungsabgabe leisten dabei einen gezielten Beitrag, um die Modernisierung zu ermöglichen. „Für uns ist diese Modernisierung ein zentrales Projekt, um unseren Bestand zukunftsfähig weiterzuentwickeln und damit unsere Mieterinnen und Mieter dauerhaft von modernen, nachhaltigen und bezahlbaren Wohnungen profitieren. Wir danken der Stadt für die Unterstützung“, sagt BauGe-Geschäftsführerin Mirja Dorny.
Fehlbelegungsabgabe schafft zusätzlichen sozialen Wohnraum
Die Bereitstellung der Fehlbelegungsabgabe durch die Stadt Hanau ist bewusst an einen zusätzlichen Aspekt geknüpft: Ergänzend zur Modernisierung überführt die BauGe 48 bislang frei finanzierte Wohnungen aus dem Bestand in die öffentliche Förderung und damit in eine Mietpreisbindung. Die betreffenden Wohnungen verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Dadurch wird die soziale Vielfalt in den Quartieren gefördert und die Stabilität der Nachbarschaften gestärkt. Rund 27 % der 4.260 Wohnungen der BauGe sind bereits öffentlich gefördert. Die Durchschnittsmiete für diese Wohnungen beträgt 5,32 Euro/m². Durch die Umwandlung von frei finanzierten Wohnungen hat die BauGe in den letzten fünf Jahren bereits über 100 öffentlich geförderte Wohnungen neu geschaffen.
Jeder Euro fließt zurück in bezahlbaren Wohnraum
Bis Ende 2024 sind 316.052,33 Euro aus der Fehlbelegungsabgabe aufgelaufen. Zusammen mit künftigen Erträgen werden nun Mittel bis zu einem Gesamtbetrag von 556.000 Euro für die Modernisierung gebunden.
„Jeder Euro aus der Fehlbelegungsabgabe kommt direkt Menschen in unserer Stadt zugute. Wir setzen vorhandene Mittel verantwortungsvoll ein und stärken damit dauerhaft das Angebot an bezahlbarem Wohnraum“, betont Bürgermeister Dr. Bieri.
Pressekontakt: Florian Bauer
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Quelle: Stadt Hanau

