Erasmus+-Schüleraustausch führt die Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule nach Lettland
Eine Woche, fünf Nationen und Temperaturen bis zu –22 Grad: Für sechs Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der KKS wurde Europa im Februar ganz praktisch erlebbar. Vom 8. bis 13. Februar nahmen sie gemeinsam mit zwei Lehrkräften an einem internationalen Erasmus+-Treffen in Lettland teil. Jugendliche aus Lettland, Portugal, Polen und der Türkei waren ebenfalls beteiligt.
Untergebracht in lettischen Gastfamilien tauchten die Jugendlichen direkt in den Alltag ihrer Gastgeber ein – inklusive Unterricht an der Partnerschule. Schon am ersten Tag zeigte sich, dass Austausch mehr bedeutet als nur Zuhören: Bei einem Konzert mit Gesang und Tanz wurden schnell alle Nationen gemeinsam aktiv. Sprachbarrieren spielten dabei kaum eine Rolle – Musik, Bewegung und gemeinsames Erleben verbanden die Jugendlichen sofort.
In Präsentationen stellten die Gruppen ihre Länder, Städte und Schulen vor. Dabei wurden Unterschiede sichtbar, aber auch viele Gemeinsamkeiten. Bei einer Stadtrallye durch Iecava, den Standort der Partnerschule, erkundeten die Teilnehmenden anschließend gemeinsam ihre Umgebung.
Auch Kultur und Geschichte standen auf dem Programm: In der historischen Burg von Bauska probierten die Jugendlichen lettische Nationaltänze aus und lernten mehr über Traditionen des Landes. Kreative Workshops – vom Button-Design bis zum Taschenbedrucken – boten Gelegenheit zum Austausch in internationalen Teams.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Freiheit. In einem Workshop im Kunstmuseum in Riga gestalteten die Schülerinnen und Schüler Plakate und diskutierten Werte wie Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe. Die Ergebnisse zeigten, wie ähnlich die Vorstellungen der Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern sind.
Beim Besuch des Okkupationsmuseums in Riga setzten sie sich zudem mit der bewegten Geschichte Lettlands auseinander und erfuhren mehr über die Zeit der nationalsozialistischen und sowjetischen Besatzung. Am Ende der Woche erhielten alle Teilnehmenden vor dem historischen Schwarzhäupterhaus ihre Zertifikate – ein sichtbares Zeichen für eine intensive und lehrreiche Begegnung.
Als die Gruppe wieder nach Deutschland zurückflog, nahm sie mehr mit als Erinnerungsfotos: neue Freundschaften, internationale Erfahrungen – und ein Stück gelebtes Europa. Für die beteiligten Schülerinnen und Schüler bleibt die Reise eine Erfahrung, die weit über den Unterricht hinaus wirkt und den Blick auf Europa nachhaltig erweitert.
Quelle: Käthe Kollwitz

