Es ist eines der wesentlichen Anliegen der FREIEN WÄHLER, dass Bildungsmöglichkeiten möglichst kostenfrei zur Verfügung gestellt werden können. Bildung beginnt schon vor dem aufregenden Tag der Einschulung. Bereits die Kleinsten in der Kita können von altersgerechten Bildungsangeboten profitieren. Das Bildungsangebot und damit der Kitabesuch sollte auch allen Kindern flächendeckend zugänglich sein und das unabhängig von den Einkommensverhältnissen der Eltern. Auf Dauer werden sich die FREIEN WÄHLER in Nidderau daher dafür einsetzen, dass die Gebührenkalkulation der Elternbeiträge auf den Prüfstand gestellt wird und eine sukzessive Senkung der Gebühren erreicht wird, denn aktuell steigen die Gebühren Jahr für Jahr. Dabei liegen diese im Vergleich mit Nachbargemeinden (z.B. Karben und Niddatal) schon am oberen Ende und belasten das Familienbudget mehr als andernorts. Die Verwaltung beruft sich auf die Kalkulation eines externen Beraters, die aber auf Planzahlen beruht. Diese Planzahlen sehen einen Stellenplan für Erzieherinnen vor, der zwar wünschenswert wäre für den Personalschlüssel, aber aufgrund Personalmangels nie erreicht wird. Da die Personalkosten in der Kalkulation über 70% ausmachen, ergibt sich eine Überplanung der Personalkosten und damit eine Überplanung des größten Kostenblocks. Gleichzeitig wird die mit 80% aller Einnahmen größte Einnahmequelle, nämlich die vereinnahmten Gebühren nicht mit der steigenden Anzahl der betreuten Kinder erhöht. „Rechnerisch müssen bei dieser realitätsfremden Planung unausweichlich die Elternbeiträge erhöht werden, um auf den festgelegten Kostendeckungsbeitrag von 20% zu kommen. Mit einer realistischen Planung sollten die Elternbeiträge zumindest stabil bleiben können.“, stellt Finanzmathematikerin Silke Sacha nüchtern fest.
Eine weitere erhebliche Belastung für Familien mit Kindern stellt die Einführung auf Kreisebene von Elternbeiträgen für die Ganztagsbetreuung dar, die bisher kostenlos war. Gleichzeitig entfällt auch z.B. in Nidderau die freiwillige Leistung des „Geschwisterbonus“, sobald ein Kind an eine Grundschule wechselt, die dem „Pakt für den Ganztag“ beigetreten ist, und dort die Nachmittagsbetreuung besucht. Die FREIEN WÄHLER werden verstärkt dafür eintreten, dass sich die Gemeinden mit dem Kreis in Verbindung setzen und ein gemeinsames Gebührenmodell erarbeiten, dass Familien mit Kindern wieder entlastet. Keiner Familie ist damit geholfen, dass die Verantwortung zwischen Kreis und Gemeinde hin- und hergeschoben wird. Außerdem soll der Besuch des Ganztags grundsätzlich wieder kostenfrei werden, so wie dies vom Land Hessen vorgesehen ist.
In der Vergangenheit haben sich die FREIEN WÄHLER bereits für die Belange der Jugendlichen in Nidderau eingesetzt und entsprechende Anträge z.B. die Errichtung einer Graffiti- Wand und Errichtung von Jugendarealen in allen Stadtteilen gestellt. „Hier besteht ganz klar weiteres Verbesserungspotential, um die Nidderauer Jugend in ihren spezifischen Themen zu unterstützen und ihnen Räume zu bieten, sich zu treffen und aktiv zu sein.“, führt Teilhabeassistent und Fußball- Trainer Niklas Rentel aus. Mehr multifunktionale Plätze, die die Interessenslage von Kindern und Jugendlichen vereinen und mehr Teilhabe bei jugendpolitischen Themen waren auch Ergebnisse der Jugendumfrage im Sommer 2021 die die Verwaltung ausgewertet und präsentiert hat. Die Kinder- und Jugendförderung leistet wirklich gute Arbeit und veranstaltet tolle Aktionen. Gleichzeitig gibt es weder Jugendareale in allen Stadtteilen noch zusätzliche Plakatwände zum Sprayen oder der angekündigte Jugendbeirat wurde eingerichtet. Ob die noch entstehende Skateranlage am Ostheimer Kerbplatz von den Jugendlichen aus ganz Nidderau rege genutzt werden kann, wird sich zeigen, da der Standort nicht von allen Stadtteilen gleich gut erreichbar ist. Die FREIEN WÄHLER Nidderau bieten den Familien einen Austausch an, um die Interessen besser zu verstehen und sie dann in den Gremien voranzubringen und eine familienfreundliche Politik zu gestalten.
Pressedienst – FREIE WÄHLER Stadtvereinigung Nidderau
Quelle: FREIE WÄHLER Nidderau

