Mittwoch, März 4, 2026
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Thema Energiesparen

Kleinere Maßnahmen bescheren großen Nutzen

Die Speicher in Deutschland leeren sich, und der Krisenherd Iran lässt die Gaspreise nach oben schnellen: Energiesparen ist wichtiger denn je – sowohl für die Versorgungssicherheit als auch für den Geldbeutel, rät der Fachbereich Umwelt der Stadt Nidderau. Laut Prognosen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) wird der Füllstand der Gasspeicher bis April auf etwa acht Prozent sinken. Die Einkaufspreise für Gas sind schon um über 40 Prozent nach oben geschnellt.

Die Stadt Nidderau geht mit gutem Beispiel voran: Im Rathaus und im Schwimmbad wurden im Vergleich von 2019 zu 2024 rund 13 Prozent Gas eingespart. „Energie und damit Kosten zu sparen, zahlt sich für alle aus, sei es für Unternehmen, Bürger oder die Kommune. Dass sogar bei einem Großverbraucher wie dem Schwimmbad große Einsparungen möglich sind, ist ein wichtiges Signal“, betont Erster Stadtrat Rainer Vogel.

Im Eigenheim oder in der Wohnung helfen bereits kleinere Maßnahmen wie das regelmäßige Entlüften der Heizkörper, Teppiche in den Wohnräumen oder das Freistellen von Heizungen. Stoßlüften und das Geschlossen halten von Türen hält die beheizten Räume warm. Auch vermeintliche Kleinigkeiten wie das Nutzen von Topfdeckeln beim Kochen oder ein Sparduschkopf helfen in Summe bei der Reduzierung des Verbrauchs und der Kosten.

Abseits des Sparens von Energie kann auch ein Heizungstausch eine sinnvolle Maßnahme sein. Besonders bei Heizungsanlagen, die älter als 20 Jahre sind, kann sich ein zeitnaher Tausch mit Blick auf die KfW-Förderung lohnen. Das Programm 458 bietet Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten – allerdings sinkt der anteilige Klimageschwindigkeitsbonus ab dem 1. Januar 2029 schrittweise auf 17 Prozent. Gleichzeitig ist mit steigenden Gaspreisen zu rechnen. Ursachen sind das Steigen der Netzentgelte in Kombination mit der sinkenden Zahl an Gaskunden sowie der CO2-Zertifikatehandel ab 2027 für Wohngebäude und Verkehr, der ebenfalls auch Nutzer von Ölheizungen trifft.

Nach den zahlreichen Veranstaltungen zur Wärmewende in den letzten Monaten plant der Fachbereich Umwelt der Stadt für Herbst einen zweiten „Tag der offenen Wärmepumpe“. Interessierte können sich dann vor Ort informieren und mit anderen Nidderauerinnen und Nidderauern austauschen.

Magistrat der Stadt Nidderau

Quelle: Redaktion MKK Echo

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