Endlich wieder Heimspieltag in der Hölle Süd: Nach knapp einem Monat und zwei Auswärtspartien in Folge kehrt der TV Gelnhausen am Samstag (19.30 Uhr, Rudi-Lechleidner-Halle) zurück in die Hölle Süd. Zum 22. Spieltag der 3. Handball-Liga Staffel Südwest empfangen die Barbarossastädter die TSG Haßloch. Das Gründungsmitglied der 2. Handball-Bundesliga spielt seit 2015 in der 3. Liga und belegt aktuell den 15. Tabellenplatz.
Für den TVG ist die Zielsetzung klar definiert: Die Mannschaft will sich keine Blöße geben und ihre starke Ausgangsposition im Rennen um die Qualifikation zur Aufstiegsrunde der 2. Bundesliga verteidigen. Mit 34:6 Punkten rangieren die Gelnhäuser derzeit auf Platz zwei hinter dem souveränen Spitzenreiter HG Saarlouis (38:4). Dieser zweite Tabellenplatz ist entscheidend für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde.
Die personelle Lage bleibt jedoch angespannt. Weiterhin fehlen Akos Csaba (Kreuzbandriss), Leon David (Schulter-OP), Jannik Geisler (Schulterprobleme) und Alex Bechert (Ellenbogenverletzung). Hinter Henrik Müller und Benjamin Wörner steht aufgrund von Erkältungen ein dickes Fragezeichen, auch Jonathan Malolepszy und Silas Altwein sind angeschlagen. Cheftrainer Matthias Geiger erklärt: „Henrik und Benjamin konnten Anfang der Woche noch nicht trainieren. Dazu kommen Jonathan und Silas mit ähnlichen Symptomen. Wir werden erst Ende der Woche sehen, wie sich das Ganze entwickelt.“
Trotz der klaren Tabellenkonstellation warnt Geiger eindringlich davor, die Gäste zu unterschätzen. Haßloch steht zwar bei 6:36 Punkten, hat aber Anfang Februar mit einem überzeugenden 34:28-Erfolg gegen den Tabellendritten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen bewiesen, dass man an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann.
Erschwerend hinzu kommt, dass Haßloch auf Wiedergutmachung aus sein dürfte. Nach der deutlichen 18:40-Niederlage in der Vorwoche gegen Saarlouis trat mit Philip Rogawski bereits der zweite Cheftrainer in dieser Saison zurück, nachdem zuvor schon Leo Vuletic im September sein Amt niedergelegt hatte. Der Gegner befindet sich somit im Umbruch, dürfte aber gerade deshalb mit großer Entschlossenheit auftreten.
„Haßloch ist eine erfahrene Truppe. Gerade aus dem Rückraum sind sie gefährlich. Da müssen wir konsequent raustreten und dürfen keine einfachen Würfe zulassen“, betont Geiger. Mit Jakob Chrust und Niklas Klein verfügen die Gäste über treffsichere Akteure, die besondere Aufmerksamkeit verlangen.
Für den TVG wird es darauf ankommen, von Beginn an mit hoher Konzentration zu agieren. „Konsequentes Zupacken, eine kompakte Abwehr stellen – das wird unsere Hauptaufgabe. Wichtig ist, die Fehlerquote zu minimieren und das Spiel ohne größere Hänger über 60 Minuten durchzuziehen“, so Geiger.
Mit der Unterstützung der heimischen Fans im Rücken wollen die Gelnhäuser ihrer Favoritenrolle gerecht werden, die Punkte in der Barbarossastadt behalten und den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde machen. Tickets gibt es wie gewohnt über die Homepage des TV Gelnhausen oder an der Abendkasse.
Quelle: Redaktion MKK Echo

