Mühlheim am Main (ots) – (lei) Noch weitgehend unklar sind die Hintergründe
eines Vorfalls, der am Dienstag nicht nur zu einem Polizeieinsatz am Mainufer,
sondern auch zu strafrechtlichen Konsequenzen für einen 19-Jährigen geführt hat.
Eine Zeugin hatte den Heranwachsenden kurz nach halb zehn am Mainradweg in Höhe
des Bornwegs bemerkt, den Notruf gewählt und geschildert, dass er eine
augenscheinliche Schusswaffe in der Hand halte und mehrfach Schüsse in Richtung
des Flusses abgegeben haben soll. Alarmierte und umgehend nach dort geeilte
Polizeistreifen konnten den jungen Mann, nachdem er kurzzeitig über das Feld
geflüchtet war, wenige Minuten später stellen und vorläufig festnehmen. Eine
Waffe konnte, trotz gründlicher Absuche, weder bei ihm noch in der Umgebung
gefunden werden, ein hinzugezogener Diensthund erschnüffelte vor Ort jedoch zwei
Schreckschusshülsen, die sichergestellt wurden.
Die Beamten gehen derzeit davon aus, dass es sich um eine Schreckschusswaffe
handelte und der Teenager diese zwischenzeitlich in den Main geworfen haben
dürfte, um sie verschwinden zu lassen; denn zum Verbleib des corpus delicti
schwieg er. Nun wird gegen ihn wegen des Verdachts des Verstoßes nach dem
Waffengesetz ermittelt. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass der
Tatverdächtige die Schussabgaben augenscheinlich mit einem Handy aufnahm und das
Ganze womöglich zur Selbstdarstellung diente.
Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Weitere Zeugen des
Vorfalls melden sich bitte bei der Offenbacher Kriminalpolizei (069 8098-1234).
Quelle: Redaktion MKK Echo

