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Mit offenen Augen durch Gelnhausen

Maßgeschneiderte Zeitreisen zum Weltgästeführertag 2026 am 21. und 22. Februar – Teilnahme kostenlos

Geschichte auf besondere Weise erleben – das ist in Gelnhausen auch 2026 wieder möglich. Die Saison der Gästeführungen startet mit der Würdigung eines überregionalen Ereignisses, dem Weltgästeführertag am Samstag, 21. Februar 2026. Das gemeinsame Motto des Bundesverbands der Gästeführer in Deutschland (BVGD) lautet in diesem Jahr „Mit offenen Augen durch…“ Das Thema werden auch die Gelnhäuser Gästeführerinnen und Gästeführer aus spannenden Perspektiven beleuchten und am 21. und 22. Februar 2026 maßgeschneiderte öffentliche Führungen anbieten.

Eine Anmeldung zu den Führungen am Weltgästeführertag ist nicht erforderlich. Die Führungen sind kostenlos.

Folgende Führungen werden angeboten:

Mit offenen Augen in Gelnhausen türmen gehen mit den Gästeführern Heinz Frischkorn und Christian Frick; Samstag, 21. Februar 2026, 15 Uhr bis 16.30 Uhr, Treffpunkt vor dem Rathaus: Die beiden Gästeführer wollen mit den Teilnehmenden türmen gehen, um Gelnhausen mit offenen Augen von oben zu betrachten. Aber was bedeutet das Sprichwort eigentlich? Wer „türmt“ da wohin und warum? Warum kommt immer wieder, auch in neuzeitlichen Geschehnissen, „Torschlusspanik“ auf? Ein Gang um die historische Altstadt erklärt so vieles. Die Türme dürfen bei dieser Führung nicht nur von außen betrachtet werden – mit den Gästeführern geht es auch hinein und die Teilnehmenden tauchen ein in die frühere Nutzung der Türme und in deren Geschichte(n). Es sollte festes Schuhwerk getragen werden. Diese Führung ist für Gäste mit eingeschränkter Mobilität leider nicht geeignet.

Mit offenen Augen durch Gelnhausen gehen und auf jüdisches Leben stoßenmit Gästeführer Jens Clausen; Samstag, 21. Februar 2026, 18 Uhr bis 19 Uhr, und Sonntag, 22. Februar 2026, 15 Uhr bis 16 Uhr, Treffpunkt ist jeweils die Ehemalige Synagoge, Brentanostraße 8: Wer mit offenen Augen durch Gelnhausen läuft, wird irgendwann auf die ehemalige Synagoge und das ehemalige Rabbinerhaus stoßen. Bei dieser Führung sollen das Areal und das Gebäude der Ehemaligen Synagoge vorgestellt werden. Schwerpunkt der Führung ist aber vor allem das jüdische Leben im Deutschen Reich und in Gelnhausen in den letzten rund 750 Jahren, das durch viele Schattenseiten aber auch durch einige Blütezeiten gekennzeichnet war. Zu diesen jüdischen Blütezeiten gehörten in Gelnhausen 24 jüdische Geschäfte und Handwerksbetriebe sowie jüdische Arztpraxen und eine Rechtsanwaltskanzlei in Gelnhausen, die bis 1938 existierten.
Wer mit offenen Augen durchs Leben läuft, wird aber schon mal gehört haben, dass unsere deutsche Sprache viele jiddische Wörter aufgenommen hat, die uns als solche aber oft gar nicht bewusst sind. Welche Wörter sind es und welche Bedeutung haben sie?

Mit offenen Augen durch Gelnhausen und bewusst mit allen Sinnen die Stadt begreifen mit Gästeführerin Tanja Steinbock; am Samstag, 21. Februar 2026, um 17 Uhr, Treffpunkt ist am Obermarkt-Brunnen: Die Teilnehmenden riechen, schmecken, sehen, fühlen und hören wie es einst in grauer Vorzeit in der historischen Stadt Gelnhausen zuging. Bei dieser Führung, die speziell für den Weltgästeführertag zusammengestellt ist, sollen die fünf klassischen Sinne der teilnehmenden Gäste geschärft werden.

Mit offenen Augen durch Gelnhausen – der Hexenturm mit Gästeführer Michael Huber; am Sonntag, 22. Februar 2026, 11 Uhr bis 12 Uhr, Treffpunkt ist am Rathaus: Verschwörung – Verleumdung – Verhör – Verbrennen. Mit diesen vier Schlagworten kann man ein grausames Vorgehen zusammenfassen. Vor allem Frauen wurden Opfer der Hexenprozesse. Worin das seine Ursachen hat, was man damals davon hielt und wie Gelnhausen betroffen war, dass erfahren die Teilnehmenden in dieser Führung. Nachgebaute Verhör- und Folterinstrumente veranschaulichen die damaligen Vorkommnisse, und wer sich traut, darf auch mal ein wenig näher rücken…

Mit offenen Augen durch unseren Comic aus Stein – Fratzen und Figuren der Marienkirche mit Gästeführerin Heike Siegmund; am Sonntag, 22. Februar 2026, von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr, Treffpunkt ist vor der Marienkirche (Kirchgasse/Ecke Petersiliengasse):

Fratzen & Figuren der Marienkirche flüstern von Kapitellen, Konsolen und Portalen. Diese Figuren dienen nicht nur der Dekoration, sondern sind steinerne Erzähler der biblischen Lehre, warnen vor Sünden oder sind humorvolle Kommentare der Steinmetze zu Alltagsrealitäten.
Jede Station weckt eine Stimme aus Stein.

Mit offenen Augen Faust und Trithemius in Gelnhausen begegnen mit den Gästeführern Michael Huber und Günter Kaltschnee; am Sonntag, 22. Februar 2026, 14 Uhr bis 14.45 Uhr, Treffpunkt ist am Rathaus: Wer kennt sie nicht, die weltweit bekannte Figur der deutschen Literatur: Doktor Faust? Goethes „Faust“ fußt auf einer historischen Figur: Johann Georg Faust (1480 – 1540). Dass er 1506 in Gelnhausen war, berichtet in einem Brief der Benediktiner Abt Johannes Trithemius (1462 – 1516). Teilnehmende begleiten die beiden bei einem späteren Treffen auf einem historienträchtigen, erlebnisreichen und humorvollen Gang durch die Stauferstadt. Sie erfahren was Nekromantie, Chiromantie oder Aeromantie ist oder wie die vier Lebenssäfte laut codex hippocraticum das Leben beeinflussen. Und natürlich bleibt die Kernfrage des Dr. Faust nicht unbeantwortet: Was hält die Welt im Innersten zusammen?

Weitere Informationen gibt es in der Tourist-Information Gelnhausen, 06051 830-300, -301, unter https://die-gaestefuehrer.de/wgft-veranstaltungen-2026 oder bei Christian Frick, gelnhaeusergaestefuehrer@freenet.de, Telefon 01703857594.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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