Eine Woche voller Forschung, Neugier und
Ideen: Vom 2. bis 5. Februar öffnen sich die Labore der TU Darmstadt für 16
besonders leistungsstarke Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Hessen. Im
40. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC) tauchen sie tief ein in die
Welt der Materialforschung und arbeiten gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
an Lösungen für eine klimaneutrale und ressourcenschonende Zukunft. Die acht Schülerinnen
und acht Schüler mit hervorragenden Noten und ausgeprägtem Interesse an Naturwissenschaften
und Technik haben sich in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren gegen 55
Mitbewerberinnen und 64 Mitbewerber durchgesetzt. Mit dabei: Fabian Stumpf von
der Kopernikusschule Freigericht in Freigericht. Ihre Forschungsergebnisse präsentieren
die jungen Talente bei einer Abschlussveranstaltung am 6. Februar bei der Firma
Merck Gästen aus Schule, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
Wie können spezielle Materialien dazu
beitragen, Wasserstoff energieeffizienter und kostengünstiger herzustellen?
Welche Oberflächeneigenschaften benötigen Materialien, damit klimafreundliche
Technologien wie Solarzellen, Batterien oder Brennstoffzellen besonders
effizient und langlebig sind? Wie lassen sich leistungsfähige Materialien
nachhaltig nutzen und recyceln? Mit diesen und ähnlichen hochaktuellen
Forschungsfragen beschäftigen sich die Teilnehmenden im 40. Erfinderlabor des
ZFC. Dabei arbeiten sie mit modernster Labortechnik, planen und führen
eigenständig Experimente durch und gewinnen so einen authentischen Einblick in
die Materialforschung.
„Hochleistungsmaterialien verschieben
technische Grenzen“, sagt Dr. Thomas Schneidermeier, Vorstand des ZFC. „Das
Erfinderlabor ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, Forschung hautnah zu
erleben und eine fundierte berufliche Orientierung im MINT-Bereich zu entwickeln.“
Angesichts von Klimawandel, Ressourcenknappheit und wachsendem Energiebedarf
haben Innovationen in der Materialwissenschaft eine hohe gesellschaftliche
Relevanz. Das Erfinderlabor des ZFC verknüpft schulische Bildung mit universitärer
Spitzenforschung und macht Themenfelder zugänglich, die sonst meist erst im
Studium eine Rolle spielen. „Die
Schülerinnen und Schüler arbeiten wie echte Forschende: Sie stellen eigene
Hypothesen auf, experimentieren selbstständig und diskutieren ihre Ergebnisse kritisch“,
sagt Meike Jäger, Projektleiterin des Erfinderlabors.
Den Auftakt der Veranstaltung bildet ein
Besuch bei der Firma Merck. Dort erleben die Jugendlichen, wie eng
wissenschaftliche Forschung und industrielle Anwendung miteinander verzahnt
sind.
Quelle: Thorsten Weitzel

