Dienstag, Januar 27, 2026
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Weitere witterungsbedingte Unfälle und unzähligefestgefahrene Fahrzeuge

Südosthessen (ots) – (lei) Glatte und verschneite Straßen halten seit
Sonntagabend Einsatzkräfte auf Trab. Auch im Zuständigkeitsbereich des
Polizeipräsidiums Südosthessen waren seither dutzende Einsätze abzuarbeiten. In
vielen Fällen wurden Hilfeleistungen für festgefahrene oder querstehende
Fahrzeuge erforderlich, die nicht mehr weiterkamen und teilweise Fahrbahnen
blockierten. Der Großteil der Notrufe und Mitteilungen betraf jedoch
Verkehrsunfälle. Nachdem sich die Zahl der mutmaßlich schneebedingten
Verkehrsunfälle bis zum gestrigen Morgen auf 20 belief (wir berichteten:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6203551), summierte sich diese
inzwischen auf aktuell 58 Unfälle im gesamten Zuständigkeitsbereich.

Auszug aus den bisherigen Vorkommnissen:

Am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr verlor eine Autofahrerin auf der Bundesstraße 486
die Kontrolle über ihr Fahrzeug, geriet in den Gegenverkehr und kollidierte dort
mit einem entgegenkommenden Caddy sowie einem Linienbus. Der Caddy wurde infolge
des Aufpralls in die Leitplanke geschoben und anschließend gegen den Bus
gedrückt. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich auf über 22.000 Euro. Die
mutmaßliche Unfallverursacherin erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein
Krankenhaus gebracht.

Nahezu zeitgleich kam in Sinntal zwischen Sterbfritz und Oberzell ein
Streufahrzeug von der Fahrbahn ab, rutschte in einen Graben und kippte auf die
Seite. Das geladene Streusalz verteilte sich dabei auf der Umgebung. Verletzt
wurde glücklicherweise niemand.

Etwa eine Stunde später kollidierte ein weiteres Winterdienstfahrzeug in der Rue
de Conflans in Hanau mit mehreren geparkten Autos. Die Schadenshöhe steht noch
nicht fest.

Kurz darauf rutschte in Niederdorfelden ein Schulbus beim Abbiegen auf glatter
Fahrbahn in den Zaun eines Sportgeländes. Auch hier wurde nach bisherigen
Erkenntnissen niemand verletzt.

Gegen Mittag verlor vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit eine
Autofahrerin auf der Bundesstraße 276 zwischen Brachttal und Wächtersbach die
Kontrolle über ihren Hyundai, geriet ins Schleudern und prallte mit einem
Transporter zusammen. Die Frau zog sich blutige Kopfverletzungen zu und kam in
eine Klinik. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, die Straße war für
mehr als zwei Stunden voll gesperrt.

Am Nachmittag wurden in Erlensee Jugendliche gemeldet, die größere Schneehaufen
von einer Brücke auf die Fahrbahn der Landesstraße 3193 warfen. Schäden sind
bislang nicht bekannt geworden, die Verantwortlichen konnten vor Ort nicht mehr
angetroffen werden.

Gegen 14.45 Uhr kollidierte in der Hanauer Rochusstraße ein Linienbus mit einem
Wohnhaus. Auch hier blieb es nach derzeitigem Stand bei Sachschaden.

Kurz nach 17 Uhr stürzte auf der Landesstraße 3405 zwischen Offenbach und
Heusenstamm ein Baum auf ein Auto, so die Meldung. Die Fahrerin blieb offenbar
unverletzt. Als mögliche Ursache wird Schneelast angenommen. Die Feuerwehr
beseitigte den Baum, sodass die Fahrbahn kurz darauf wieder freigegeben werden
konnte.

Ebenfalls um diese Uhrzeit wurden im Bereich des sogenannten Omega-Tunnels in
Obertshausen Jugendliche beziehungsweise Kinder gemeldet, die Schnee- und
Eisbrocken auf durchfahrende Fahrzeuge warfen. Auch in diesem Fall kam es nach
bisherigen Erkenntnissen zu keinen Schäden.

In der Nacht zu Dienstag kam ein 44-jähriger Mercedes-Fahrer gegen 2.20 Uhr auf
der Landesstraße 3117 bei Rodgau in einer Kurve an der Abzweigung zur
Udenhoutstraße von der Fahrbahn ab und stürzte mit seiner C-Klasse auf die
Seite. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss; ein Atemalkoholtest ergab 1,84
Promille. Eine Blutentnahme wurde angeordnet.

Derzeit ist eine Entspannung der Lage festzustellen. Das witterungsbedingte
Einsatzaufkommen geht spürbar zurück.

Für ein sicheres Vorankommen ist neben angepasster Geschwindigkeit insbesondere
die richtige Bereifung sowie der ordnungsgemäße Zustand der Fahrzeuge
entscheidend. Beamtinnen und Beamte des Polizeireviers Hanau führten daher am
Montag entsprechende Kontrollen durch. Gemeinsam mit Kräften des Hessischen
Polizeipräsidiums Einsatz wurde insbesondere darauf geachtet, ob Fahrzeuge
schneefrei waren und Kennzeichen ordnungsgemäß lesbar waren. Bei den Kontrollen
zwischen 10 Uhr und 16.30 Uhr an drei Örtlichkeiten im Stadtgebiet wurden
zahlreiche Verstöße festgestellt: Zehn Fahrzeuge waren mit unzureichender
Bereifung unterwegs, in fünf Fällen waren Fahrzeuge vor Fahrtantritt nicht vom
Schnee befreit worden. Zudem ahndeten die Einsatzkräfte Gurt- und Handyverstöße
– insbesondere unter den aktuellen Witterungsbedingungen ein erhebliches Risiko.

Quelle: Redaktion MKK Echo

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