Mit großer Sorge blickt die SPD Ronneburg auf die dramatische Entwicklung der Gemeindefinanzen. Innerhalb von nur neun Monaten ist der Kassenbestand der Gemeinde um rund eine Million Euro geschrumpft. Zurück bleibt eine Vielzahl ungeklärter Fragen, unzureichende Erläuterungen und ein deutlicher Mangel an Transparenz auf Seiten der Rathausspitze.
Im Haupt- und Finanzausschuss wurde deutlich: Niemand konnte nachvollziehbar darlegen, wohin diese erheblichen Mittel geflossen sind. Eine detaillierte Ausgabenübersicht sowie plausible Begründungen für die massiven Abweichungen vom Haushaltsansatz wurden nicht vorgelegt. Auch nach dem Verweis der Gemeindevertretung vom 11.12.2025 in den Haupt- und Finanzausschuss am 14.01.2026 war eine Klärung der Haushaltslage nicht möglich. Die zeitlichen wie auch die fachlichen Ressourcen des Ausschusses sind damit ausgeschöpft.
Statt Klarheit herrscht Blindflug”, kritisiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Habermann. „Wir haben wiederholt eine vollständige und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Ausgaben eingefordert – und erneut keine belastbaren Antworten erhalten. Gerade in Zeiten knapper Kassen ist es unsere Pflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, offen und ehrlich mit öffentlichen Geldern umzugehen.” Besonders alarmierend ist dabei: Trotz seit Langem bekannter Mehrbelastungen – etwa durch steigende Kreis- und Schulumlagen, höhere Personalkosten sowie die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie – wurde der Haushaltsansatz offenbar nicht realistisch angepasst. Gleichzeitig blieben eingeplante Einnahmen teilweise aus. Das Ergebnis ist ein erheblicher Liquiditätsverlust, der die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde ernsthaft gefährdet.
Für die SPD Ronneburg ist klar: So darf es nicht weitergehen. Wer Verantwortung trägt, muss dieser auch gerecht werden. Dazu gehören aus Sicht der SPD:
• eine lückenlose und transparente Übersicht über sämtliche Ausgaben der liquiden Mittel,
• eine ehrliche und sachliche Analyse der Ursachen des Finanzverlustes,
• sowie eine solide und realistische Haushaltsplanung für das Jahr 2026, bevor über neue Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger gesprochen wird. Die SPD versteht sich dabei als verlässlicher Partner, der zum Wohle aller pragmatische, realistische und verantwortungsvolle Lösungen erarbeitet.Die SPD Ronneburg wird hierzu einen entsprechenden Antrag in die Gemeindevertretung einbringen, um lösungsorientiert und tragfähige Maßnahmen zu ermöglichen.
„Wir werden keinem Haushalt zustimmen, der auf Annahmen, Hoffnungen oder Rechentricks basiert”, betont die SPD. „Die Menschen in Ronneburg haben ein Recht darauf zu erfahren, was mit ihrem Geld geschieht.”
Die SPD Ronneburg bleibt dabei: Transparenz, soziale Verantwortung und vorausschauende Finanzpolitik sind keine Optionen – sie sind Pflicht.
Quelle: Redaktion MKK Echo

